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OTS0255   18. Jan. 2013, 17:50

Greenpeace: UVP Verfahren für Temelin lediglich Scheinverfahren

Weiterer Ausbau schreibt Abhängigkeit von Atomkraft fort


Die Umweltorganisation Greenpeace zeigt sich entsetzt über die Bekanntgabe des tschechischen Umweltministeriums, dass die Umweltverträglichkeitsprüfung für zwei neue Blöcke des AKW Temelin positiv abgeschlossen wurde.

Julia Kerschbaumsteiner, Atomsprecherin bei Greenpeace, kommentiert dies wie folgt:

"Das UVP-Verfahren ist aus unserer Sicht ein reines Scheinverfahren, das nicht einmal die Mindeststandards demokratischer Mitbestimmung erfüllt. Es kann nicht sein, dass die Anhörungen bei einem so wichtigen Verfahren derart schnell durchgepeitscht werden, ohne dass kritische Stimmen ausreichend berücksichtigt werden. Das Temelin UVP-Verfahren hat die Auswirkungen auf Mensch und Umwelt bewertet, obwohl bis zum heutigen Tag nicht geklärt war, welcher Reaktortyp für die neuen Reaktoren eingesetzt wird. Die Stresstests im vergangenen Jahr haben gezeigt, dass auch verhältnismäßig neue AKW gravierende Sicherheitsmängel aufweisen. Ein weiterer Ausbau bedeutet daher die Fortsetzung einer Abhängigkeit von Atomkraft. Anstatt Milliarden in hochriskante AKW-Projekte zu stecken, muss die tschechische Regierung in erneuerbare Energien investieren."

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0255 2013-01-18 17:50 181750 Jän 13 GRP0002 0182



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Rückfragehinweis: Julia Kerschbaumsteiner,
Grenpeace Atomsprecherin,
Tel.: +43 (664) 857 45 96
Christine Gebeneter,
Greenpeace Pressesprecherin,
Tel.: +43 (664) 587 45 98

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