Greenpeace: UVP Verfahren für Temelin lediglich Scheinverfahren
Weiterer Ausbau schreibt Abhängigkeit von Atomkraft fort
Wien (OTS) - Die Umweltorganisation Greenpeace zeigt sich entsetzt
über die Bekanntgabe des tschechischen Umweltministeriums, dass die
Umweltverträglichkeitsprüfung für zwei neue Blöcke des AKW Temelin
positiv abgeschlossen wurde.
Julia Kerschbaumsteiner, Atomsprecherin bei Greenpeace, kommentiert
dies wie folgt:
"Das UVP-Verfahren ist aus unserer Sicht ein reines Scheinverfahren,
das nicht einmal die Mindeststandards demokratischer Mitbestimmung
erfüllt. Es kann nicht sein, dass die Anhörungen bei einem so
wichtigen Verfahren derart schnell durchgepeitscht werden, ohne dass
kritische Stimmen ausreichend berücksichtigt werden. Das Temelin
UVP-Verfahren hat die Auswirkungen auf Mensch und Umwelt bewertet,
obwohl bis zum heutigen Tag nicht geklärt war, welcher Reaktortyp für
die neuen Reaktoren eingesetzt wird. Die Stresstests im vergangenen
Jahr haben gezeigt, dass auch verhältnismäßig neue AKW gravierende
Sicherheitsmängel aufweisen. Ein weiterer Ausbau bedeutet daher die
Fortsetzung einer Abhängigkeit von Atomkraft. Anstatt Milliarden in
hochriskante AKW-Projekte zu stecken, muss die tschechische Regierung
in erneuerbare Energien investieren."
Vorherige Aussendung
Berlakovich: Positive UVP zu Temelin-Ausbau ist massiver Rückschritt
Lebensministerium | 18. Jan. 2013, 17:19
Nächste Aussendung
"KURIER": Michael Häupl will das Volk auch über die Gesamtschule befragen
Kurier | 18. Jan. 2013, 18:00
Grenpeace Atomsprecherin,
Tel.: +43 (664) 857 45 96
Christine Gebeneter,
Greenpeace Pressesprecherin,
Tel.: +43 (664) 587 45 98














