- 18.01.2013, 12:44:31
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Volksbefragung (2) - Darabos: "Richtungsentscheidung für tausende junge Männer und die Sicherheitspolitik Österreichs"
"Österreich ist reif genug für Freiwilligkeit und echte Solidarität"
Utl.: "Österreich ist reif genug für Freiwilligkeit und echte
Solidarität" =
Wien (OTS/SK) - In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit
Bundeskanzler Werner Faymann und Sozialminister Rudolf Hundstorfer
appellierte Verteidigungsminister Norbert Darabos zwei Tage vor der
Volksbefragung noch einmal für ein Berufsheere mit starker
Profi-Miliz. "Die Frage ist: Wollen wir konservativ verharren in
einem System, das zigtausende junge Männer verpflichtend zu einem
Zwangsdienst einzieht? Oder gehen wir den Weg der motivierten
Freiwilligkeit, der Professionalisierung und entscheiden uns damit zu
einem modernen Berufsheer auf der Höhe unserer Zeit?"****
Darabos sieht die Argumente klar aufseiten der
Berufsheer-Befürworter. "Es geht um die Sicherheit der Bevölkerung."
Diese sei mit Berufssoldaten, Zeitsoldaten und Profi-Miliz besser
gewährleistet. "Das entspricht dem, was für Europa gang und gäbe ist
und auch für Österreich das beste Modell wäre. Das kann ich mit gutem
Gewissen sagen", betonte der Verteidigungsminister. Die neuen
Bedrohungsszenarien wie Cyber-Angriffe, das Scheitern von Staaten und
Terrorismusbekämpfung lassen schnell erkennen, dass man Spezialisten
braucht: "Fachkräfte, bei denen jeder Handgriff sitzt, die bestens
ausgebildet sind, die modernstes Gerät haben und auch damit umgehen
können, die das freiwillig und daher motiviert machen".
Mit dem Wegfall der alten Bedrohungsszenarien fällt auch die
Notwendigkeit für Massenheere weg. "Und damit der eigentliche Grund
für die Wehrpflicht. "Die sechs Monate kann ein Jugendlicher besser
nützen, für seine Ausbildung, für den Berufseinstieg oder für den
ersten Karrieresprung im Beruf." Die Jugendlichen hätten es ohnehin
heute nicht leicht. "Daher sehe ich nicht ein, warum wir heute jungen
Menschen Steine in ihren Lebensweg legen und einen Zwangsdienst
aufrecht erhalten sollen, der nicht mehr notwendig ist." Denn:
"Österreich ist reif genug für Freiwilligkeit, Österreich ist reif
genug für echte Solidarität." (Forts.) up/sn
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