• 17.01.2013, 14:19:13
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Kappel: Seestadt Aspern soll als Wiener Vorzeigeprojekt realisiert werden

Stakeholder-Prozess für das Projekt "Liesing Mitte" findet ohne Bewohner statt

Utl.: Stakeholder-Prozess für das Projekt "Liesing Mitte" findet
ohne Bewohner statt =

Wien (OTS/fpd) - "Die Seestadt Aspern soll als Vorzeigeprojekt der
Gemeinde Wien realisiert werden", das verlangte heute die
Gemeinderätin der FPÖ-Wien Dr. Barbara Kappel im EU-Ausschuss, "aber
Vorzeigeprojekte müssen von erfahrenen und fachkompetenten
Projektverantwortlichen realisiert werden, sonst scheitern sie."
Hinsichtlich eines weiteren Wiener Vorzeigeprojekts im Bereich "Smart
City", nämlich des Projekts "Liesing Mitte" führte FP-Fraktionsführer
im EU-Ausschuss Mag. Wolfgang Jung aus, dass man hier im
Stakeholder-Prozess offenbar den wichtigsten Stakeholder, die
Liesinger Bevölkerung, vergessen habe.

Im Jahr 2011 wurde das Projekt "Smart City Wien" auf Initiative von
Bürgermeister Häupl ins Leben gerufen. Gefördert wird das Projekt im
Rahmen des Forschungsprogramms "Smart Energy Demo Fit For SET" des
europäischen Klimafonds. Dabei wurde ein Maßnahmenkatalog als
Grundlage für eine klimafreundliche Zukunft und die Transformation
Wiens zu einer "Smart City" erarbeitet. Wesentlich sind für Wien hier
Leuchtturmprojekte, wie die Seestadt Aspern und das Projekt "Liesing
Mitte". Zwei Projektbeispiele, die aus Sicht der FPÖ
Optimierungsbedarf in der Umsetzung haben.

Insbesondere beim Großprojekt "Seestadt Aspern" kann aufgrund der
enormen finanziellen Dimension bei einer nicht ausreichend
kompetenten und erfahrenen Projektsteuerung der Schaden groß sein.
Als Beispiel für fachlich nicht fundierte Projektverantwortlichkeit,
wenngleich in wesentlich kleinerem Ausmaß, führte Kappel die
fehlgeschlagene Sanierung des Stadthallenbades an. Hier wurde die
Planung an ein Unternehmen vergeben, das zuvor noch kein Hallenbad
geplant hatte. "Eine derartige Vorgehensweise muss bei der
Realisierung von Aspern-IQ vermieden werden. Für ein solches
Großprojekt braucht es Partner mit viel Erfahrung bei Planung und
Umsetzung von internationalen Großprojekten", sagt die freiheitliche
Gemeinderätin.

Obwohl das Konzept "Smart City" von der Freiheitliche Fraktion
grundsätzlich begrüßt wird, wurde die heute im Gemeinderatsausschuss
für europäische und internationale Angelegenheiten vorgelegte
Statusinformation von der Fraktion nicht zustimmend zur Kenntnis
genommen, da die Einbindung der Bevölkerung fehlt und die
Nachhaltigkeit bei der Umsetzung der Projekte nicht ausreichend
gegeben ist.
(Schluss) hn

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