• 17.01.2013, 13:44:34
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Volksbefragung (2) - Hundstorfer: Mit freiwilligem Sozialem Jahr weg von der Zwangsverpflichtung

8.000 Mitarbeiter jährlich im Sozialen Jahr vorgesehen - Versorgung des Sozialbereichs mit Beschäftigten abgesichert - Ordnungsgemäßer Dienstvertrag statt Taschengeld

Utl.: 8.000 Mitarbeiter jährlich im Sozialen Jahr vorgesehen -
Versorgung des Sozialbereichs mit Beschäftigten abgesichert -
Ordnungsgemäßer Dienstvertrag statt Taschengeld =

Wien (OTS/SK) - Sozialminister Rudolf Hundstorfer,
Verteidigungsminister Norbert Darabos und der Wiener Bürgermeister
Michael Häupl haben heute, Donnerstag, noch einmal für die Teilnahme
an der Volksbefragung zur Zukunft des Bundesheers mobilisiert. "Wir
bekennen uns klar zur Professionalität in der Landesverteidigung,
daher ist es notwendig, eine Alternative für den Zivildienst
anzubieten. Eine Alternative, reduziert auf den Sozial- und
Gesundheitsbereich, also jene Sektoren, in denen es die meisten
Zivildiener gibt", erklärte der Sozialminister. 42 Prozent der
Zivildiener seien bei Rettungsorganisationen tätig, gefolgt von den
Einrichtungen zur Betreuung von Menschen mit Behinderung (20
Prozent). "Die Alternativen für diese wesentlichen Sektoren sollen
anderen Grundsätzen folgen als bisher: weg von der
Zwangsverpflichtung, hin zum freiwilligen Sozialen Jahr für Männer
und Frauen ab 18 Jahren", unterstrich der Sozialminister. ****

"Die Menschen, die ein freiwilliges Soziales Jahr absolvieren, werden
dies in einem richtigen Beschäftigungsverhältnis tun. Sie bekommen
kein Taschengeld, sondern einen auf zwölf Monate befristeten
Dienstvertrag, der an einen Kollektivvertrag gebunden ist",
erläuterte Hundstorfer. In diesem Kollektivvertrag seien 110.000
Beschäftigte im Sozial- und Gesundheitsbereich tätig. Für das
freiwillige Soziale Jahr sind 8.000 Menschen pro Jahr vorgesehen.
Minister Hundstorfer argumentierte, dass es derzeit, wenn man den
Zivildienst auf ein Jahr umlegt, rund 9.700 Zivildiener gibt -
bereinigt um jene Bereiche, die nicht im Sozialsektor liegen, komme
man, so Hundstorfer, zu dem Schluss: "Die Versorgung des Sozial- und
Gesundheitssektors mit Beschäftigten ist abgesichert."

"Die Menschen, die sich für diese Bereiche interessieren, erwerben im
Sozialen Jahr Qualifikationen, die sie für ihren weiteren Lebensweg
mitnehmen können", unterstrich Hundstorfer die Bedeutung einer
qualifizierten Ausbildung im Sozialen Jahr. So sollen etwa nach dem
Sozialen Jahr Anrechnungen für Berufsausbildungen ermöglicht werden.
Bürgermeister Häupl betonte in diesem Zusammenhang - da in Wien vor
allem die Frage des Ersatzes für den Zivildienst schlagend werde -,
dass nicht nur im Bundesheer, für Katastrophen- oder
Auslandseinsätze, sondern auch "in den Spitälern, den Krankenwägen
und in Pflegeeinrichtungen Profis gebraucht werden". Dabei gehe es um
"harte Berufe", die eine "optimale Ausbildung" erforderten. "Das
alles ist möglich mit dem Modell des freiwilligen, bezahlten Sozialen
Jahres. Es ist eine attraktive Alternative für Männer und Frauen und
wird ordnungsgemäß bezahlt", sagte Minister Hundstorfer.

"Ich kann mit ruhigem Gewissen sagen: 8.000 Menschen für den
Gesundheitssektor werden wir finden. In Österreich beginnen rund
92.000 Leute im Jahr im Sozial- und Gesundheitsbereich, zwei Drittel
davon kommen aus ganz anderen Berufen und wollen neu in diese
zukunftssichere Branche einsteigen", erläuterte der Sozialminister
und appellierte an alle Wahlberechtigten, am Sonntag zur
Volksbefragung zu gehen und ihre Stimme abzugeben. Er wünsche sich,
dass sich so viele Menschen wie möglich beteiligen. (Schluss) bj/mo

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