• 17.01.2013, 13:00:24
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Häupl sieht Reformlösung nur bei Berufsheer

Wien (OTS) - Im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit
Sozialminister Rudolf Hundstorfer und Verteidigungsminister Norbert
Darabos unterstrich Wiens Bürgermeister Michael Häupl heute,
Donnerstag, erneut seine Zustimmung zum Berufsheer. "Die Welt hat
sich geändert, das System nicht", so Häupl. Die Erfordernisse der
Gegenwart wie Cyber-Crime oder Terrorismus würden daher eine
professionelle Truppe notwendig machen. Generell wäre eine
Heeresreform wesentlich leichter mit der Einführung eines
Berufsheeres zu realisieren, bei einem Votum pro Wehrpflicht seien
keine einschneidenden Änderungen zu erwarten.

Für Wien sah das Stadtoberhaupt vor allem die Frage des
Zivildienst-Ersatzes als entscheidend: "Wir brauchen in
Rettungswägen, Pflegediensten und Sozialeinrichtungen ebenfalls
Profis". Das würde eindeutig für ein freiwilliges soziales Jahr und
gegen einen Zwangsdienst sprechen. Zudem sei der positive Faktor
einer Berufsausbildung im Rahmen der 12 Monate - also drei mehr als
beim derzeitigen Zivildienst - "nicht zu unterschätzen".

Häupl sah sich nicht als Initiator der Volksbefragung am kommenden
Wochenende. Der damalige Verteidigungsminister Friedhelm
Frischenschlager hätte das bereits 1991 vorgeschlagen. Und auch die
Zilk-Kommission hätte in ihrem Bericht zumindest eine Diskussion zum
Thema Berufsheer angeregt. "Diese Ehre beanspruche ich nicht für
mich", meinte Häupl.

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