• 17.01.2013, 12:25:44
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Schultes: Funktionierende Nahrungsversorgung setzt funktionierende und eigenständige Energieversorgung in Katastrophenfällen voraus!

Wem nützt Wehrpflichtdebatte, wenn wir uns in Krisensituationen nicht versorgen können? Ökosoziales Forum fragt nach

Utl.: Wem nützt Wehrpflichtdebatte, wenn wir uns in
Krisensituationen nicht versorgen können? Ökosoziales Forum
fragt nach =

Wien (OTS/ÖVP-PK) - In Sachen Sicherheit, Schutz und Hilfe für
Bürger und Bürgerinnen geht es auch um Planbarkeit und
Zukunftssicherheit. Und die ist mit unserem wenn auch
reformbedürftigen Wehrpflichtsystem mit dem wichtigen Zivildienst
gegeben. Aber auch bei der Nahrungsversorgung in Katastrophenfällen
spielt Planbarkeit und Zukunftssicherheit eine wesentliche Rolle.
"Dass eine funktionierende Nahrungsversorgung auch in
Katastrophenfällen gewährleistet bleibt, setzt eine verbesserte
Vorsorge der öffentlichen Hand voraus. Getreidevorratslager als
Mindestvorsorge, wie derzeit bei Öl und Gas, sollte es geben. Eine
mittelfristig verbesserte Eigenenergieversorgung der
Lebensmittelproduktion ist aktive Krisenvorsorge", sagte
ÖVP-Umweltsprecher Abg. Ing. Hermann Schultes gestern, Mittwochabend,
im Rahmen einer Veranstaltung des Ökosozialen Forums zum Thema
"Sicherheit beginnt beim Essen" in Wien.

Die Ergebnisse der gemeinsamen Agrarpolitik, der völlige Abbau der
Überschüsse, haben zu leeren Interventionslagern und einem Ende der
öffentlichen Vorratshaltung geführt. Klimawandel, Wetterrisken,
AKW-Unfälle können zu echten Verknappungen führen und verlangen
aktive Krisenvorsorge. Offene Märkte und die Rohstoffspekulation
können extreme Preisausschläge bewirken, die von den Regierungen
mangels physisch verfügbarer Mengen nicht mehr gesteuert werden
können. Noch immer gilt: Der beste Rat ist der Vorrat. Das gilt auch
für die Energieversorgung der Produktion.

"Allein ein Hektar Ölpflanzen sichert die Lebensmittelproduktion von
neun Hektar und liefert dazu hochwertiges Eiweißfuttermittel als
Basis für weitere Lebensmittelproduktion. Denn es können mit
Ölpflanzen zusätzlich zum Eiweiß noch 1000 Liter Pflanzenöl als
Treibstoff gewonnen werden, die die Bewirtschaftung der Flächen zur
Nahrungsversorgung gewährleisten" führte Schultes aus.

In Österreich gibt es zwar ein Öllager für Krisenzeiten. Die Reserven
sind für einen Verbrauch von drei Monate angelegt. "Wenn diese
Reserven aufgebraucht sind, Nachlieferungen erschwert und nicht
möglich sind, dann steht die Nahrungsversorgung auf Messers Schneide.
Ohne Treibstoffversorgung ist Anbau und Bewirtschaftung zur
Nahrungsmittelproduktion für die gesamte Bevölkerung fast unmöglich.
Daher ist es jetzt wichtig, zukunftssicher für den Notfall
vorzusorgen. Deshalb müssen wir heute schon darauf schauen, dass wir
nachhaltige erneuerbare und regionale Energieträger wie Pflanzenöl
für Lebensmittelproduktion und Treibstoff, Biogas zur Stromversorgung
oder Biomasse zur Wärmeversorgung ausbauen, damit wir für kritische
Zeiten gewappnet sind", schloss Schultes.
(Schluss)

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