• 16.01.2013, 11:52:03
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AKNÖ-Konsumentenschutz erkämpfte 2012 über 1,1 Millionen Euro

Spitzenreiter: Finanzen und Telefonie. Weniger Beschwerden wegen Internetabzocke.

Utl.: Spitzenreiter: Finanzen und Telefonie. Weniger Beschwerden
wegen Internetabzocke. =

Wien (OTS/AKNÖ) - Mehr als 1,1 Millionen Euro hat der
AKNÖ-Konsumentenschutz im Vorjahr für die NiederösterreicherInnen
erkämpft. Die größten Probleme gab es rund um Telefonie und
Finanzdienstleistungen. Wegen der klassischen Internetabzocke gab es
2012 weniger Anfragen. Diese betrafen vor allem den Bereich
Online-Shopping. Für 2013 plant die AKNÖ verstärkte Aufklärungsarbeit
rund um Spar-, Anlage- und Vorsorgeprodukte.

1.112.967 Euro - diesen Betrag haben die AKNÖ-KonsumentenberaterInnen
für Niederösterreichs KonsumentInnen im Vorjahr gesichert. Für 1.307
NiederösterreicherInnen mussten die AKNÖ-ExpertInnen bei Firmen
intervenieren, weil diese nicht bereit waren, auf berechtigte
Anliegen zu reagieren. In fünf Fällen unterstützte die AKNÖ ihre
Mitglieder vor Gericht. 35.458 KonsumentInnen aus Niederösterreich
haben sich über die Hotline der KonsumentenberaterInnen telefonisch
beraten lassen. In 8.797 Fällen war ein persönliches Gespräch nötig,
um eine Lösung zu finden.

Finanzdienstleistungen bleiben Dauerbrenner

3.920 KonsumentInnen haben sich im Jahr 2012 mit Fragen wegen
laufender Bank- und Finanzgeschäfte an die ExpertInnen der AKNÖ
gewandt. Dabei ging es hauptsächlich um Kredite und Veranlagungen.
"In vergangenen Jahr sind wir vor allem mit unseriösen Anboten für
Finanzanlagen oder für vermeintlich günstige Kredite, die sich später
jedoch als teure Finanzberatungsverträge erweisen, konfrontiert
worden", stellt Herwig Rezek, Leiter der AKNÖ-Konsumentenberatung
fest. Außerdem sorgten Fremdwährungskredite aufgrund von
Konvertierungsangeboten der Banken und der schlechten Leistung der
zumeist fondsgebundenen Tilgungsträger bei vielen
NiederösterreicherInnen für Kopfzerbrechen und bei den
KonsumentenberaterInnen für Arbeit.

Handy & Co: Weniger Anfragen wegen Datendiensten

Mit Fragen aus dem Bereich der Telefonie haben sich 3.758
NiederösterreicherInnen an die AKNÖ gewandt. Im Vordergrund standen
dabei Beschwerden wegen überhöhter Handyrechungen und ungebetener
Werbeanrufe, dem sogenannten Cold Calling. "Die mit 1. Mai 2012 in
Kraft getretene Kostenbeschränkungsverordnung bei Datendiensten hat
Wirkung gezeigt. Wir hatten im zweiten Halbjahr eine Verringerung der
Anfragen zu dieser Problematik", weiß Rezek auch Positives zu
berichten. Dennoch, so Rezek, sollte die
Kostenbeschränkungsverordnung in Zukunft auch auf die Sprach- und
SMS-Dienste ausgedehnt werden. Vor allem Jugendliche sind davon
betroffen, dass diese im Paket billig sind, jedoch bei Überschreitung
der vereinbarten Limits sehr teuer werden.

Werbefahrten-Datenbank großer Erfolg

2.879 KonsumentInnen wollten von der AKNÖ Auskunft zum Thema
Werbefahrten. Darüber hinaus wurde die in Kooperation mit dem
Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK),
der AK Wien, dem Land NÖ und dem Land Burgenland betriebene
Werbefahrten-Datenbank 41.290 Mal aufgerufen. Die Datenbank gibt
Auskunft und warnt vor aktuellen Werbefahrten, bei denen
KonsumentInnen überteuerte Produkte verkauft werden. Sie ist unter
www.haendewegvonwerbefahrten.at abrufbar.

Anfragen rund ums Internet gesunken

Erfreulich ist der Rückgang der Anfragen rund um die klassiche
Internetabzocke. Wandten sich vor zwei Jahren noch über 5.000
NiederösterreicherInnen mit Internet-Problemen an die AKNÖ, so sind
es heuer nur noch 1.378 gewesen. "Wir vermuten hinter dem Rückgang
der Anfragen einerseits eine durch verstärkte Medienberichterstattung
gestiegene Wachsamkeit der Konsumentinnen und Konsumenten.
Andererseits hat die AK auch mit Musterverfahren gegen unseriöse
Website-Anbieter dazu beigetragen, die klassische Internetabzocke
einzudämmen", erklärt Rezek. Den Schwerpunkt der Anfragen bildeten
2012 deshalb Probleme beim Online-Shopping. Die KonsumentInnen
plagten vor allem Probleme mit bezahlter Ware, die nicht geliefert
wurde, Probleme beim Rücktritt vom Onlinekauf, aber auch Abo-Fallen,
die sich in Gratis-Apps für Smartphones oder Tablets verstecken.

Schwerpunkt 2013: Sparen, Anlegen, Vorsorgen

"Im Jahr 2013 wird die AKNÖ die Aufklärungsarbeit rund um das Thema
Spar-, Anlage- und Vorsorgeprodukte verstärken", kündigte
AKNÖ-Direktor Mag. Helmut Guth an. Erfahrungen zeigen, dass viele
KonsumentInnen verunsichert sind, wenn es um die Wahl des richtigen
Spar- oder Vorsorgeprodukts geht. So sind Lebensversicherungen keine
Sparprodukte und Aktien keine passenden Vorsorgeprodukte. Dennoch
suchen sich KonsumentInnen für ihre Vorhaben sehr oft das falsche
Produkt aus.

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