• 16.01.2013, 09:33:34
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Stadler enttäuscht über Faymann-Rede: "Kopfwäsche fand nicht statt!"

Brüssel (OTS) - Der EU-Abgeordnete Ewald Stadler zeigte sich äußerst
enttäuscht über die Rede des österreichischen Bundeskanzlers im
EU-Parlament: "Faymann wollte dem britischen Premier doch den Kopf
waschen, aber dieses Versprechen hat er gebrochen. Der Bundeskanzler
entpuppte sich als ökonomischer Gesundbeter", meint Stadler.
"Fiskalesoteriker" habe das EU-Parlament mehr als genug. "Für diese
Rede hätte der Bundeskanzler nicht die Republik Österreich verlassen
müssen." ärgert sich der BZÖ-Politiker vor allem auf Faymanns
Verdrehung der Tatsachen. Besser wäre es, er würde in Wien der
österreichischen Finanzministerin Fekter erklären, dass die Krise
noch längst nicht gelöst ist, erklärt Stadler.

"Die Politik die Faymann so sehr in seiner Rede lobt, sei folgende:
- Verlagerung der Schulden nicht nur auf den jetzt lebenden
Steuerzahler, sondern auch auf zukünftige Generationen,
- Verlagerung des Haftungsrisikos von den Spekulanten auf jene Länder
mit positiver Leistungsbilanz,
- Vergemeinschaftung der Schulden in Richtung Fiskalsozialismus,
- schwachbrüstige Bankenunion ohne den Finanzsektor und die
Spekulanten zu erfassen,
- Rekordarbeitslosigkeit in den Mitgliedstaaten durchschnittlich über
einem Viertel, bei der Jugend über die Hälfte,
- kaum nennenswertes Wirtschaftswachstum, in einzelnen Ländern sogar
Schrumpfen der Wirtschaft,
- Massenverarmung,
- trotz Milliardentransfers seit Jahrzehnten keine wirtschaftliche
Strukturänderung und kein Zugewinn an Stabilität,
- keine Budgetsanierung.
"Die Regierungen haben lediglich Zeit gekauft, um den Crash
hinauszuzögern, der Crash wird aber kommen, dafür umso heftiger. Das
nennt man ökonomisches Voodoo." warnt Stadler.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | BZC

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