• 15.01.2013, 13:32:23
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FP-Heinreichsberger: Prokop verweigert Umsetzung der Gedenktafel für Missbrauchsopfer am Wilhelminenberg

FPÖ fordert, Antrag in nächster Bezirksvertretungssitzung abzustimmen

Utl.: FPÖ fordert, Antrag in nächster Bezirksvertretungssitzung
abzustimmen =

Wien (OTS/fpd) - Bereits am 19. April 2012 habe die
Bezirksratsfraktion der FPÖ-Ottakring erstmals den Antrag auf
Errichtung einer Gedenktafel für die Opfer des Kinderheims
Wilhelminenberg eingebracht. Den dort untergebrachten Schützlingen
sei unglaubliches Leid widerfahren, Gewalt und Missbrauch standen an
(auf?) der Tagesordnung. Dies sei auch durch den Abschlussbericht der
Historikerkommission bereits seit letztem Jahr belegt. Trotzdem
weigere sich SPÖ-Bezirksvorsteher Prokop weiterhin eisern, den Antrag
zu diesem Denkmal, das wohl das Mindeste und zumindest ein Ansatz des
Wiedergutmachens sei, abstimmen zu lassen, kritisiert heute der
Klubobmann der FPÖ-Ottakring, Mag. Georg Heinreichsberger,
bezugnehmend auf das heutige Interview des Leiters der mit Wiens
Kinderheimen befassten Historikerkommission, Reinhard Sieder.

Bereits zwei Mal wurde der Antrag in der Bezirksvertretung
eingebracht, zwei Mal wurde er, trotz Verlangens auf sofortige
Abstimmung, der Kommission für Allgemeine Angelegenheiten zugewiesen,
um dort beide Male von Rot und Grün zurückgestellt zu werden. Die
Begründung fiel überaus einfältig aus. Man warte auf die Studie der
Historikerkommission, die angeblich noch nicht da sei oder zuerst
müsse mit anderen Einrichtungen die Ausgestaltung der Gedenktafel
abgestimmt werden. Auch Beweise der FPÖ durch diverse Artikel, in
denen klar hervorkomme, dass der Bericht erstens längst
fertiggestellt sei und zweitens SPÖ-Bürgermeister Häupl einer
Gedenktafel durchaus positiv gegenüberstehe, ließ Prokop nicht gelten
und verweigerte weiter die Abstimmung in der Bezirksvertretung.

Die Stadt Wien muss einen Gedenkstein mit Gedenktafel - in
entsprechender Höhe und gut sichtbar - beim Schloss Wilhelminenberg,
stellvertretend für die zahlreichen Kinder- und Jugendheime des roten
Wiens, errichten, der auf den über viele Jahrzehnte schrecklichen und
systematischen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen in diesen
verweist, verlangt Heinreichsberger und kündigt an, seine Forderung
nach einer Beschlussfassung in der nächsten Bezirksvertretungssitzung
abermals zu stellen.

Nachdem jetzt sogar das Buch zur bereits 2012 fertiggestellten Studie
vor der Veröffentlichung stehe, könne Prokop nicht mehr mit billigen
Ausreden davonkommen. "Wenn der Bezirksvorsteher weiterhin auf die
Verzögerungstaktik setzt und den hunderten Missbrauchten kein Denkmal
zugestehen will, so wirft das ein höchst eigenartiges Licht auf ihn.
Als Obmann der Wiener Kinderfreunde sollte die Gedenktafel für ihn
"eine conditio sine qua non" für die Aufarbeitung der schrecklichen
Verbrechen an Kindern sein. Auch wenn es der SPÖ noch so unangenehm
ist, dass es gerade die städtischen Heime unter ihrer Alleinregierung
waren, wo Kinder jahrzehntelang grausamst misshandelt und
vergewaltigt wurden, werden wir nicht zulassen, dass hier weiter
vertuscht und verzögert wird", betont Heinreichsberger abschließend.
(Schluss) hn

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