- 15.01.2013, 12:30:18
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Journalisten sind mit der Arbeit der Journalisten unzufrieden
ÖJC präsentiert OGM-"Journalistenstudie Österreich"

Utl.: ÖJC präsentiert OGM-"Journalistenstudie Österreich" =
Wien (OTS/ÖJC) - OGM-Chef Wolfgang Bachmayer präsentierte heute
Vormittag im Vienna International PressCenter des ÖJC die vom
Österreichischen Journalisten Club - ÖJC in Auftrag gegebene
Journalistenuntersuchung. Dabei wurden mehr als 5.000 österreichische
Journalistinnen und Journalisten von OGM angeschrieben. 718
Journalistinnen und Journalisten füllten den Online-Fragebogen aus.
Diese größte Journalistenuntersuchung in der 2. Republik hat eine
maximale Schwankungsbreite von +/- 3,7 Prozent.
Abgefragt wurde das Fremd- und Selbstbild der Journalisten. Dabei
sieht die Bevölkerung die Journalisten nur zu 26 Prozent als
kompetent an, die Journalisten glauben aber, dass sie zu 53 Prozent
kompetent sind. Im Vertrauensgrad, abgefragt wurden die vier Säulen
der Demokratie. Hier stehen die Polizisten an erster Stelle, gefolgt
von Richtern. Journalisten stehen an dritter Stelle. Zu den
Politikern haben nur 4 Prozent der Bevölkerung und nur 2 Prozent der
Journalisten Vertrauen.
63 Prozent der Journalisten sind Männer, 37 Prozent Frauen. Nur 6
Prozent der Journalisten sind unter 30 Jahre alt, 57 Prozent sind
unter 50 und 37 Prozent älter als 50 Jahre. 83 Prozent der Befragten
sind hauptberuflich journalistisch tätig. Die meisten Journalisten
arbeiten in Printmedien (73 Prozent), 39 % in Fach-/ Special Interest
- Medien, 18 % bei Rundfunk- und Fernsehen und 23 Prozent im
Online-Bereich. Hier sind Mehrfachnennungen möglich.
60 Prozent aller österreichischen Journalistinnen und Journalisten
wurden "on the Job" ausgebildet, nur 22 Prozent haben einen
Universitätsabschluß. Das durchschnittliche monatliche
Gesamteinkommen der befragten JournalistInnen liegt bei 2.600 Euro.
Davon werden 86 Prozent durch journalistische Tätigkeiten erzielt.
Die Einkommensunterschiede sind aber teilweise beträchtlich. So gibt
es auch eine große Gruppe von sogenannten "prekären
Arbeitsverhältnissen", besonders bei jungen JournalistInnen und bei
Frauen.
Überraschend ist, dass 56 Prozent der befragten JournalistInnen und
Journalisten wieder ihren Beruf ergreifen würden, nur 7 Prozent
lehnen dies kategorisch ab.
ÖJC-Präsident Fred Turnheim sieht in diesen Untersuchungsergebnissen
einen Auftrag an die größte Journalistenorganisation unseres Landes,
neue Strategien zur Sicherung des Journalistenberufes zu erarbeiten.
Dafür hat der ÖJC eine Arbeitsgruppe unter der Leitung des
Kommunikationsprofi Mag. Christian Murhammer eingesetzt. Diese Gruppe
wird bis April 2013 ein umfassendes PR- und Kommunikationskonzept
entwickeln. Denn "die vorliegende Studie belegt eindeutig, dass etwa
die vorherrschende Meinung und auch das Selbstverständnis der
Medienmitarbeiter die Entwicklung von PR-Strategien für das
Berufsbild Journalismus dringend notwendig erscheinen lassen", so
Murhammer in der Pressekonferenz.
ÖJC-Präsident Fred Turnheim stellt fest: "Es geht um die Absicherung
des Berufsbildes JournalistIn. Und es geht um das Überleben unseres
Berufes in der größten Strukturkrise, die die Medien je erlebt haben.
Es geht um neue Jobs und die Entwicklung neuer Medien und es geht um
die Verbesserung des Ansehens des Journalisten-Berufes in der
Bevölkerung".
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