- 09.01.2013, 12:00:45
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Marek: Wehrpflicht für Frauen kommt für uns nicht in Frage. Frauenministerin opfert die Frauen dem Berufsheer-Populismus
Solange die Arbeit von Frauen in Familie und Pflege am Arbeitsmarkt und beim Einkommen nicht angemessen angerechnet wird, steht eine Wehrpflicht für Frauen nicht zur Diskussion.
Utl.: Solange die Arbeit von Frauen in Familie und Pflege am
Arbeitsmarkt und beim Einkommen nicht angemessen angerechnet
wird, steht eine Wehrpflicht für Frauen nicht zur Diskussion. =
Wien (OTS) - Empört und fassungslos zeigte sich ÖAAB
Frauenvorsitzende Abg.z.NR Christine Marek über die jüngsten Aussagen
der SPÖ Spitzen zu einer allfälligen Wehrpflicht für Frauen. "Bevor
über eine Wehrpflicht für Frauen auch nur nachzudenken ist, sollten
wir über die zahlreichen, teils beträchtlichen Benachteiligungen
reden, die die Frauen gerade am Arbeitsmarkt und beim Einkommen nach
wie vor haben. Hier gilt es grundlegende Verbesserungen zu erreichen.
Bis dahin kommt eine Wehrpflicht für Frauen für uns nicht in Frage",
so Marek.
"Frauen leisten im Bereich der Familie und der Pflege den - meist
unbezahlten - Löwenanteil, ein großer Teil der ehrenamtlichen Arbeit
in Österreich wird ebenfalls von Frauen getragen. Dass der
Präsenzdienst in den Kollektivverträgen als Vordienstzeiten
Berücksichtigung findet, Elternkarenzen zu einem großen Teil aber
nach wie vor nicht, ist eine weitere Benachteiligung der Frauen",
betont Marek.
Besonders erstaunt ist Marek über die Aussagen der sonst stets
kämpferischen Frauenministerin. "Offensichtlich hat die
Frauenministerin - trotz des Wissens um die zahlreichen
Benachteiligungen von Frauen - überhaupt kein Problem mit einer
potentiellen Wehrpflicht für Frauen. Aber dann sollte sie Klartext
reden und das auch jenen Frauen erklären, die jetzt schon so viel
unbezahlte Arbeit leisten", so Marek abschließend.
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