- 03.01.2013, 11:38:35
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Glawischnig: Öl- und Gasförderpläne in der Arktis stoppen - Kritik an Shell
Grüne für Einrichtung eines internationalen Schutzgebietes nach Vorbild Antarktis
Utl.: Grüne für Einrichtung eines internationalen Schutzgebietes
nach Vorbild Antarktis =
Wien (OTS) - "Das vor der Küste Alaskas auf Grund gelaufene
Ölbohrschiff "Kulluk" des Shell-Konzerns zeigt deutlich, dass
Ölkonzerne in den sensiblen Ökosystemen der Arktis nichts verloren
haben", sagt die Grüne Bundessprecherin Eva Glawischnig. "Ein
Auslaufen der hundertausenden Liter Diesel, die sich an Bord des
Schiffes befinden, hätte eine Umweltkatastrophe ungeahnten Ausmaßes
zur Folge", warnt Glawischnig. "Offenbar hat der Shell-Konzern aus
der Katastrophe im Golf von Mexico nichts gelernt und setzt weiter
auf riskante Ölfördermethoden. Das ist verantwortungslos", kritisiert
Glawischnig. "Die Arktis ist eine der letzten nahezu unberührten
großen Naturparadiese der Erde. Ihr sensibles Ökosystem ist durch
Klimawandel und Ölkonzerne massiv bedroht und braucht Schutz."
Die Grünen schlagen daher die Einrichtung eines internationalen
Schutzgebietes in der Arktis nach dem Vorbild der Antarktis vor. Öl-
und Gasförderung in arktischen Gewässern sollen verboten und dies
durch ein verbindliches, internationales Protokoll festgeschrieben
werden. Die Österreichische Bundesregierung soll sich dafür auf Ebene
der EU und der UNO einsetzen. Einen entsprechenden Antrag haben die
Grünen angesichts der Pläne von Ölkonzernen, in der Arktis verstärkt
aktiv zu werden, bereits im Dezember 2012 im Parlament eingebracht.
Dieser wurde damals von den Regierungsparteien vertagt. "Ich hoffe
SPÖ und ÖVP sind jetzt angesichts der drohenden Umweltkatastrophe
bereit, den Vorschlag der Grünen aufzugreifen, und sich auf
internationaler Ebene für einen wirkungsvollen Schutz des
Naturparadieses Arktis einzusetzen", sagt Glawischnig.
Service: Der Grüne Antrag zum Schutz der Arktis ist über diesen Link
abrufbar:
http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/A/A_02147/index.shtml
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