• 01.01.2013, 13:23:04
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ÖAMTC: Unfallstatistik 2012 zeigt Sensibilisierungsbedarf für Risikofaktor Übermüdung

Kindersicherungsmoral steigt

Utl.: Kindersicherungsmoral steigt =

Wien (OTS) - Im Vorjahr kamen laut Bundesministerium für Inneres 522
Personen auf Österreichs Straßen ums Leben (vorläufige Zahlen). Im
Jahr 2011 verunglückten 523 Personen bei Verkehrsunfällen tödlich.

Einen Rückgang von über zwei Prozent gab es bei der Anzahl der
getöteten Pkw-Lenker und Pkw-Insassen. Hier verunglückten im Vorjahr
276 Personen tödlich, im Jahr 2011 waren es 282. "Die verbesserte
Fahrzeugtechnik hat hierzu einen wichtigen Beitrag geleistet.
Fahrerassistenzsysteme sind mittlerweile weit verbreitet. Sie tragen
wesentlich zur Unfallvermeidung bzw. zur Abmilderung von Folgen bei",
so die ÖAMTC-Verkehrsexpertin Marion Seidenberger.

Gleichzeitig warnt sie jedoch davor, sich allzu sehr auf die Technik
zu verlassen. "Selbst die ausgeklügeltste Technologie kann
menschliche Fahrfehler verursacht durch Übermündung nicht vollständig
ausgleichen", warnt die Clubexpertin anlässlich der jüngsten
Unfallstatistik. Immerhin verunglückten im Vorjahr 4,9 Prozent
tödlich aufgrund von Übermüdung im Straßenverkehr - ein
beunruhigender Trend.

"Aber nicht nur Sekundenschlaf kann Auslöser für einen Unfall sein."
Schlafmangel führt generell zu erhöhter Reizbarkeit, Aggression sowie
Gedächtnis- und Wahrnehmungsstörungen. "Beim Autofahren kann sich das
so auswirken, dass man Gefahrensituationen, wie einen zu geringen
Sicherheitsabstand oder eine falsche Tempowahl, einfach nicht mehr
richtig einschätzen kann", erklärt die ÖAMTC-Expertin. Um diesem
gefährlichen Trend entgegenzuwirken, laufen beim ÖAMTC bereits seit
mehreren Jahren unterschiedliche Forschungsprojekte zu diesem Thema.
"Ziel unserer Arbeit ist, Autolenker für den Risikofaktor Übermüdung
zu sensibilisieren", beschreibt Seidenberger.

Eine Bewusstseinsänderung ortet die Clubexpertin im Bereich der
Kindersicherung. 2012 wurden acht Kinder im Straßenverkehr getötet,
2011 waren es 13. Richtige Kindersicherung - also die Verwendung
eines altersadäquaten Kindersitzes und ordnungsgemäßes Angurten -
kann Leben retten. "Offenbar ist diese Botschaft inzwischen bei
vielen angekommen. Dennoch: Es gibt auch in diesem Bereich noch
weiteren Aufklärungsbedarf", weiß die ÖAMTC-Verkehrspsychologin.

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