Refugee Camp Vienna: Zynische und grausame Haltung der Politik gegenüber dem Protest der Flüchtlinge
"We demand respect from the higher authorities" - der Hungerstreik geht weiter
Wien (OTS) - "Warme Quartiere, aber keine Gespräche", das waren die
zynischen Worte von Innenministerin Mikl-Leitner heute. Aber auch
Bundespräsident Fischer, Nationalratspräsidentin Prammer,
Bürgermeister Häupl, Vizebürgermeisterin Vassilakou Staatssekretär
Ostermayer, Staatssekretär Kurz oder Volksanwaltsvorsitzende Stoisits
haben bisher keine Signale gesetzt, die bei 3 Grad Kälte in der
Kirche sitzenden Flüchtlinge als Menschen mit konkreten Anliegen
ernst zu nehmen.
"We don't fight for warm beds. We want our future. We want to do
something for our live. We request from the government to give us a
chance and to hear and answer to our demands."
Große Hochachtung haben die Flüchtlinge vor der Initiative der
Nonnen, die ab Mittwoch zur Unterstützung in die Votivkirche
einziehen werden. Davon versprechen sie sich auch eine Entspannung
der Situation in der Kirche. "We are very proud and happy that
Kardinal Schönborn came to visit us and we are looking forward to
welcome Sra. Beatrix and her sisters. We hope that with them the
church will get more open and warmer, in every sense of the word."
Die Schwestern haben kritisiert, dass mit der Räumung des Camps die
Armut und Not vor den Touristen und Bürgern verborgen werden soll.
"Die Sperrung der Kirche durch den Pfarrer hat genau denselben
Effekt", ergänzt eine Unterstützerin des Protests.
"We risk our life here to get the chance for a better life", betont
ein Refugee, "we want to stay in Austria." Deshalb wird auf Wunsch
der Geflüchteten ab 2. Jänner ein täglicher Intensivkurs Deutsch
organisiert. Man möchte nicht warten, bis Staatssekretär Kurz aus dem
Urlaub zurückkehrt, solidarische Lehrerinnen und Lehrer haben bereits
Kurse angeboten.
"We also want a serious discussion about the situation of the life of
refugees here in Austria", deshalb ist Teresia Stoisits als
Volksanwältin aufgerufen, die Zustände in den Erstaufnahmezentren und
anderen Unterkünften zu überprüfen. Die Flüchtlinge sind dafür die
besten Experten.















