OTS0002   1. Jan. 2013, 06:02

Refugee Camp Vienna: Zynische und grausame Haltung der Politik gegenüber dem Protest der Flüchtlinge

"We demand respect from the higher authorities" - der Hungerstreik geht weiter


Wien (OTS) - "Warme Quartiere, aber keine Gespräche", das waren die zynischen Worte von Innenministerin Mikl-Leitner heute. Aber auch Bundespräsident Fischer, Nationalratspräsidentin Prammer, Bürgermeister Häupl, Vizebürgermeisterin Vassilakou Staatssekretär Ostermayer, Staatssekretär Kurz oder Volksanwaltsvorsitzende Stoisits haben bisher keine Signale gesetzt, die bei 3 Grad Kälte in der Kirche sitzenden Flüchtlinge als Menschen mit konkreten Anliegen ernst zu nehmen. "We don't fight for warm beds. We want our future. We want to do something for our live. We request from the government to give us a chance and to hear and answer to our demands."

Große Hochachtung haben die Flüchtlinge vor der Initiative der Nonnen, die ab Mittwoch zur Unterstützung in die Votivkirche einziehen werden. Davon versprechen sie sich auch eine Entspannung der Situation in der Kirche. "We are very proud and happy that Kardinal Schönborn came to visit us and we are looking forward to welcome Sra. Beatrix and her sisters. We hope that with them the church will get more open and warmer, in every sense of the word." Die Schwestern haben kritisiert, dass mit der Räumung des Camps die Armut und Not vor den Touristen und Bürgern verborgen werden soll. "Die Sperrung der Kirche durch den Pfarrer hat genau denselben Effekt", ergänzt eine Unterstützerin des Protests.

"We risk our life here to get the chance for a better life", betont ein Refugee, "we want to stay in Austria." Deshalb wird auf Wunsch der Geflüchteten ab 2. Jänner ein täglicher Intensivkurs Deutsch organisiert. Man möchte nicht warten, bis Staatssekretär Kurz aus dem Urlaub zurückkehrt, solidarische Lehrerinnen und Lehrer haben bereits Kurse angeboten.

"We also want a serious discussion about the situation of the life of refugees here in Austria", deshalb ist Teresia Stoisits als Volksanwältin aufgerufen, die Zustände in den Erstaufnahmezentren und anderen Unterkünften zu überprüfen. Die Flüchtlinge sind dafür die besten Experten.

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010602 Jän 13 OHW0001 0338



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