- 28.12.2012, 12:08:04
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Kopf: Am 20. Jänner eindeutig für Wehrpflicht und Zivildienst
ÖVP-Klubobmann: Es geht bei diesem Volksentscheid vor allem um eine gesellschaftspolitische Frage
Utl.: ÖVP-Klubobmann: Es geht bei diesem Volksentscheid vor allem
um eine gesellschaftspolitische Frage =
Bregenz, 28. Dezember 2012 (ÖVP-PK) "Die Bevölkerung
entscheidet am 20. Jänner nicht nur eine sachlich-ökonomische,
sondern auch eine gesellschaftspolitische Frage. Nämlich die Frage,
ob wir Friedenssicherung, Katastrophenhilfe und sozialen
Hilfsdienst weiterhin als Verantwortung der gesamten Gesellschaft
sehen, oder ob wir eine weitere Verstaatlichung unserer
Bürgergesellschaft vorantreiben. Deshalb bin ich ganz entschieden
für die Beibehaltung der - allerdings zu reformierenden -
Wehrpflicht und des Zivildienstes" sagte heute, Freitag, ÖVP-
Klubobmann Karlheinz Kopf im Rahmen einer Pressekonferenz in
Bregenz. ****
"Die SPÖ-Propaganda, wonach man den jungen Männern mit der
Wehrpflicht ein halbes Jahr Lebens- bzw. Erwerbszeit 'stehle', ist
Ausdruck einer besonders unsolidarischen Einstellung und ein Schlag
ins Gesicht aller Ehrenamtlichen, die im Laufe ihres Lebens
zusammengerechnet weit mehr als sechs Monate ihrer Zeit der
Allgemeinheit unentgeltlich zur Verfügung stellen" so Kopf.
Die allgemeine Wehrpflicht basiere - so Kopf - auf dem Gedanken
der gesellschaftlichen Mitverantwortung und des
zivilgesellschaftlichen Engagements. Sie unterstütze die
Persönlichkeitsentwicklung der jungen Rekruten in Bezug auf
Teamgeist, Solidarität, Disziplin und den Erwerb von
Zusatzkompetenzen. Die Wehrpflicht sichere uns ein Bundesheer, das
in der Bevölkerung fest verankert und im Ernstfall für die
Bevölkerung da ist. Sie sei außerdem eine wichtige
Rekrutierungsbasis für Berufs- und Milizsoldaten. Die Wehrpflicht
garantiere im Wege des Zivildienstes die Funktionsfähigkeit vieler
sozialer Rettungs- und Hilfsdienste, außerdem habe der Zivildienst
eine wichtige Rekrutierungsfunktion für spätere Freiwillige.
Bundesheer und Zivildienst würden durch die Wehrpflicht zu
"verbindenden Organisationen" mit integrativer Funktion.
Mit einem reinen Berufsheer und Sonderprämien für die so
genannte "Profi-Miliz" sowie einem mit 1.386 Euro monatlich
bezahlten Sozialdienst würde das Bewusstsein für die
gesellschaftliche Mitverantwortung und die Bereitschaft zum
zivilgesellschaftlichen Engagement geschwächt. "Die SPÖ-Propaganda,
wonach man den jungen Männern mit der Wehrpflicht ein halbes Jahr
Lebens- und Erwerbszeit 'stehle', ist Ausdruck einer besonders
unsolidarischen Einstellung und ein Schlag ins Gesicht aller
Ehrenamtlichen, die im Laufe ihres Lebens zusammengerechnet oft
meist viel mehr als sechs Monate ihrer Lebenszeit der Allgemeinheit
zur Verfügung stellen" so Kopf.
Einem Berufsheer würden schließlich - wie in Schweden oder
Deutschland - Rekrutierungsprobleme in Qualität und Quantität sowie
mittelfristig der Verlust der Miliz drohen, die ja aus der
Wehrpflicht herauswachse. "Und schließlich überfordern wir mit
einem Berufsheer den Staatshaushalt, denn ein Berufsheer ist für
den Alltag zu teuer und im Ernstfall zu klein", so Kopf
abschließend.
Rückfragehinweis: ÖVP Bundespartei, Abteilung Presse und Medien,
Tel.:(01) 401 26-420; Internet: http://www.oevp.at
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