• 27.12.2012, 19:09:56
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Neues Volksblatt: "Ineffizienz" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 28. Dezember 2012

Utl.: Ausgabe vom 28. Dezember 2012 =

Linz (OTS) - "Verteidigungsminister Norbert Darabos wird am Freitag,
den 28. Dezember 2012, über die Ineffizienz des Wehrpflichtsystems
bei sechsmonatigem Grundwehrdienst informieren", hieß es gestern in
einer Einladung zur Pressekonferenz des Ministers.
Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Der
Verteidigungsminister tritt heute vor die Presse und sagt: Was wir da
haben, ist ein Schmarrn. Das bedeutet aber auch: SPÖ-Minister Darabos
leistet heute seinen Offenbarungseid. Immerhin hätte er es seit fast
sechs Jahren in der Hand gehabt, diese Situation zu ändern. Nur zur
Erinnerung: Am 3. Juli 2010 sah derselbe Minister alles noch anders:
"Für mich ist die Wehrpflicht in Stein gemeißelt. Mit mir als
Verteidigungsminister wird es kein Ende der Wehrpflicht geben", tönte
Darabos damals.
Der ihm kurz darauf von Genossen Häupl medial aufgetragene
Gesinnungswandel in Sachen Wehrpflicht wäre eigentlich schon Grund
genug gewesen, den Hut zu nehmen. Mit der Volksbefragung ergibt sich
dafür eine neue Gelegenheit - und zwar unabhängig vom Ausgang. Bleibt
die allgemeine Wehrpflicht, ist Darabos aufgrund seiner bisherigen
(Un-)Tätigkeit wohl denkbar ungeeignet, das Heer von innen heraus zu
reformieren. Und käme ein Berufsheer, wäre Darabos auch der falsche
Minister: Wie sollte er etwas völlig Neues umsetzen, wenn er doch
schon bisher so ineffizient war.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVB

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