- 24.12.2012, 23:38:38
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Weihnachten für alle: 6,8 Millionen Euro Spenden für "Licht ins Dunkel"
Die Österreicherinnen und Österreicher bewiesen bei der 40. Aktion von "Licht ins Dunkel" wieder große Solidarität und Hilfsbereitschaft
Utl.: Die Österreicherinnen und Österreicher bewiesen bei der 40.
Aktion von "Licht ins Dunkel" wieder große Solidarität und
Hilfsbereitschaft =
Wien (OTS) - 6.814.815,22 Euro konnten bei der insgesamt 40. Aktion
von "Licht ins Dunkel" und der 35. Fernsehsendung am Heiligen Abend
im ORF gesammelt werden. Damit wurde das Ergebnis des Vorjahres
(6.252.520 Euro) durch die Spendenfreudigkeit der Österreicher/innen
um mehr als 560.000 Euro noch deutlich übertroffen.
Kardinal Schönborn: "Näher zueinander rücken"
Die Sendung wurde traditionell mit der Übergabe des Friedenslichtes
aus Bethlehem begonnen. Als einen der ersten prominenten Gäste konnte
Sandra König bei der Außenstelle am Maria-Theresien-Platz Kardinal
Christoph Schönborn begrüßen, der bedauerte, dass das Licht heuer
aufgrund der "Unruhe im Heiligen Land" nicht von einem
österreichischen Kind aus der Geburtskirche in Bethlehem geholt
werden konnte. Im Hinblick auf 40 Jahre "Licht ins Dunkel" meinte der
Kardinal: "Eine Aktion, die mir sehr am Herzen liegt und die ich seit
17 Jahren aktiv unterstützen kann. Ich freue mich immer, dass so
viele Österreicherinnen und Österreicher bereit sind, Licht ins
Dunkel zu bringen. Und das ist ja auch die Weihnachtsbotschaft, dass
Gott Licht ins Dunkel unserer Welt gebracht hat, durch Jesus
Christus, durch seine Geburt in Bethlehem." Der Kardinal, der den
Weihnachtsabend bei einem Obdachlosen-Projekt verbringen wird,
wünschte sich abschließend noch für jene Menschen, die auch bei uns
in Armut leben: "Nicht wegschauen, wenn es anderen schlechter geht.
Ich wünsche mir, dass wir überhaupt mehr aufeinander schauen, näher
zueinander rücken, mehr Aufmerksamkeit für das, was der andere
braucht, mehr Solidarität, oder sagen wir es christlich: mehr
Nächstenliebe. Ich glaube, das ist die Botschaft von Weihnachten.
Wenn wir das praktizieren, es geht uns immer noch gut in Österreich
und es kann uns auch in schwierigeren Zeiten gut gehen, wenn wir
aufeinander schauen."
Appell an mehr Fairness und Sauberkeit in der Politik zur Mittagszeit
Wie jedes Jahr war der Schirmherr der Aktion "Licht ins Dunkel",
Bundespräsident Dr. Heinz Fischer, gemeinsam mit seiner Frau Margit,
zu Mittag Gast im Spendenstudio. Im Gespräch mit Marie-Claire
Zimmermann appellierte der Bundespräsident: "Das Jahr 2013 müsste
eine Gelegenheit sein, das Image der Parteien zu verbessern und das
Vertrauen in die Politik zu festigen. Fairness in der Politik,
Sauberkeit, das wäre ein ganz wichtiger Neujahrsaspekt für die
Parteien." Margit Fischer betonte, hinsichtlich der Bemühungen von
"Licht ins Dunkel" und anderen, wohltätigen Organisationen: "Allein
die Tatsache, dass ,Licht ins Dunkel' seit 40 Jahren existiert zeigt,
dass Not ein Problem ist, das wir nicht von heute auf morgen lösen
können. Aber wichtig ist, dass wir uns gemeinsam darum bemühen. Dass
wir solidarisch sind, ist ein ganz wichtiger Punkt in unserem
Zusammenleben, dass man darauf schaut, dass niemand auf der Strecke
bleibt."
Bundeskanzler Werner Faymann unterstrich im Gespräch mit Roland
Adrowitzer hinsichtlich der Eurokrise, die auch 2012 geprägt hat:
"Wenn man dieses Europa als Friedensprojekt erhalten will - und das
ist ganz wichtig für unsere Kinder und Enkelkinder -, dann muss man
dieses Projekt immer wieder erneuern. Österreich ist ein starkes
Land, wir haben die geringste Jugendarbeitslosigkeit, darum beneiden
uns viele. Wir können auch stolz sein auf dieses Österreich. Und ob
man es jetzt Solidarität oder Nächstenliebe nennt, es ist dieselbe
Überzeugung und Grundhaltung, die uns eint: einander zu helfen und
füreinander da zu sein."
Auch Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger unterstrich,
in Anspielung auf das vom Bundespräsidenten angeregt
"Fairnessabkommen" in der Politik, insbesondere im kommenden
Wahlkampf: "Es muss sich die Mentalität ändern - es ist ein hoher
Anspruch , den jeder Politiker an sich selber haben muss, dass man da
ist, um einer Sache zu dienen und nicht, um sich die Taschen zu
füllen."
H.C. Strache, Klubobmann der FPÖ, betonte gleichfalls: "Die Wahrheit
ist zumutbar. Aber es geht immer auch um Solidarität für die eigene,
österreichische Bevölkerung." Eva Glawischnig, Bundessprecherin der
Grünen, unterstrich ihrerseits: "Wir stehen seit vielen Jahren für
Solidarität und Menschlichkeit. Verantwortung zu tragen, heißt, nicht
nur gegenüber Menschen, sondern auch gegenüber unserer Umwelt und
unseren Lebensgrundlagen." Der Bündnisobmann des BZÖ, Josef Bucher,
appellierte an den "ehrlichen und aufrechten Weg" in der Politik.
Klubobmann Robert Lugar vom Team Stronach versprach, "wir wollen mehr
tun, um die Schere zwischen Arm und Reich zu schließen.
40 Jahre "Licht ins Dunkel" - von einer Idee zu einer Institution
Gemeinsam mit dem Begründer von "Licht ins Dunkel", Kurt Bergmann,
war Sissy Mayerhoffer, Leiterin des ORF-Humanitarian Broadcasting, zu
Gast im Studio. Bergmann erinnerte sich an die Anfänge der Aktion,
die "aus einer Tasse Kaffee im Behindertendorf Sollenau und vielen
spontanen Zufällen heraus" entstanden sei. "33.000 Schilling oder
nach heutiger Währung 2.400 Euro war das Ergebnis der ersten
Radiosendung - und wir haben uns gefreut wie die Schneekönige! Aber
keiner hat daran gedacht, dass diese Aktion einmal so groß werden
würde."
Mayerhoffer betonte, dass der Erfolg der Aktion nur "durch die
Unterstützung eines ganzen Hauses" möglich sei und dass sich abseits
der professionellen Zusammenarbeit "auch so viele Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter mit einem hohen persönlichen Einsatz engagieren."
Darüber hinaus habe man es "dem guten Ruf des Namens ,Licht ins
Dunkel' zu verdanken, der in 40 skandalfreien Jahren hart erarbeitet
wurde, dass auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die
Spenderinnen und Spender und die Partner aus der Wirtschaft uns die
Treue halten.", so Mayerhoffer.
Vieles Stars und Prominente im Dienst der guten Sache
Nicht nur Politik und Religion - bei der Außenstelle von "Licht ins
Dunkel" trafen einander Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberger, Gerhard
Weißgrab, Präsident der buddhistischen Glaubensgemeinschaft
Österreichs, und Fuat Sanac, Präsident der Islamischen
Glaubensgemeinschaft Österreichs, zum interkonfessionellen Dialog -
einte an diesem Tag der Fairnessgedanke, es wurde auch fleißig am
Spendentelefon mitgeholfen. Viele Prominente stellten sich wieder in
den Dienst der guten Sache, um gemeinsam mit den Soldaten des
österreichischen Bundesheeres die Spendenzusagen entgegen zu nehmen.
Gemäß des Mottos "Jeder Euro zählt" freute man sich über jede Spende,
egal ob groß oder klein. Ein besonders großzügiger Anruf kam aus
Kärnten: Heidi Horten meldete sich bereits am Vormittag telefonisch
in der Sendung spendete spontan 500.000 Euro für "Licht ins Dunkel".
Letztendlich wurde der Einsatz aller Mitwirkenden mit vielen
Spendenzusagen in Höhe von 6,8 Millionen Euro belohnt und "Licht ins
Dunkel"-Geschäftsführerin Christine Tschürtz-Kny dankte allen
Beteiligten: "Es ist eine wunderbare Aufgabe, Spenden von Menschen
entgegennehmen zu dürfen, die unserer Aktion verbunden sind. Und es
ist eine ebenso wunderbare Aufgabe, mit diesen Spenden konkrete Hilfe
leisten zu dürfen."
Auch nach dem 24. Dezember kann unter der kostenlosen Telefonnummer
0800 24 12 12 sowie im Internet unter http://[email protected]
noch weiter gespendet werden.
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