- 22.12.2012, 11:22:04
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Huainigg begrüßt Minister Mitterlehners Initiative zu barrierefreien Familienberatungsstellen
Unterstützungen sind auszubauen, denn Pflege ist keine Aufgabe minderjähriger Kinder
Utl.: Unterstützungen sind auszubauen, denn Pflege ist keine
Aufgabe minderjähriger Kinder =
Wien, 22. Dezember 2012 (ÖVP-PD) "Es besteht dringender
politischer Handlungsbedarf, wenn in Österreich 42.700
minderjährige Kinder ihre kranken oder behinderten Angehörigen
pflegen", zeigt sich der ÖVP-Sprecher für Menschen mit Behinderung,
Abg.z.NR Dr. Franz-Joseph Huainigg, über die Ergebnisse der ersten
wissenschaftlichen Studie über Kinder als pflegende Angehörige
schockiert. Das Durchschnittsalter liegt bei 12 Jahren, 70% sind
Mädchen. Insgesamt pflegen 3,5% aller österreichischen Kinder ihre
Angehörigen. "Es ist eine maßlose Überforderung für Kinder, wenn
sie ihre Eltern oder Verwandten duschen, anziehen, bekochen oder
ihnen Medikamente verabreichen müssen", warnt Huainigg und fordert
bessere Unterstützungsmaßnahmen, wie beispielsweise den Ausbau der
ambulanten Dienstleistungen, die diesen Aspekt in ihrer Arbeit
gezielt berücksichtigen müssen. ****
"In diesem Zusammenhang begrüße ich die Initiative von
Familienminister Reinhold Mitterlehner zur barrierefreien
Umgestaltung der Familienberatungsstellen", so Huainigg, "denn in
einer gezielten Beratung kann auf die vielfältigen Angebote und
Möglichkeiten hingewiesen werden. Oft wissen sich kranke und
behinderte Erwachsene nicht besser zu helfen als ihre Kinder als
Pflegekräfte einzusetzen. In dieser Hilflosigkeit hilft vor allem
Beratung!" Ein entsprechender Gesetzesentwurf ging dieser Tage in
Begutachtung.
Für 2013 sind Fördermittel von insgesamt einer Million Euro
vorgesehen, um noch nicht barrierefreie Familienberatungsstellen zu
adaptieren. Nach einer Erhebung des Familienministeriums im letzten
Jahr ist bereits ein Drittel der Familienberatungsstellen
barrierefrei, ein weiteres Drittel bedarf geringer
Adaptierungsmaßnahmen. Lediglich das letzte Drittel erfordert
größere Umstellungen, unter Umständen auch einen Umzug der
Beratungsstelle. Laut Ministerium wird geschätzt, dass von den 400
geförderten Familienberatungsstellen inzwischen bereits 200
barrierefrei sind.
Das aktuelle Regierungsprogramm sieht die Verbesserung und den
Ausbau der Familienberatung (unter besonderer Berücksichtigung von
Eltern behinderter Kinder und behinderten Elternteilen) vor. Dazu
za¨hlen auch die nach dem Bundesbehindertengleichstellungsgesetz
vorgesehenen Maßnahmen zur Beseitigung von Diskriminierungen
aufgrund von Barrieren. Viele der nach dem
Familienberatungsfo¨rderungsgesetz gefo¨rderten Beratungsstellen
ko¨nnen die notwendigen Maßnahmen zur Erreichung der
Barrierefreiheit bis Ende 2015 aus eigenen Mitteln nicht umsetzen.
"Ich begrüße es außerordentlich, dass Bundesminister Mitterlehner
bis Ende 2015 die gefo¨rderte Familienberatung fla¨chendeckend
barrierefrei anbieten will und dazu finanzielle Unterstützungen
anbietet", meint Huainigg abschließend.
Rückfragehinweis: ÖVP Bundespartei, Abteilung Presse und Medien,
Tel.:(01) 401 26-420; Internet: http://www.oevp.at
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