• 21.12.2012, 10:45:02
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Grüne: Studie des EU-Parlaments fordert Verbot bienengefährlicher Beizmittel

Pirklhuber: ÖVP verschleppt Bienenschutz - Berlakovich muss endlich handeln

Utl.: Pirklhuber: ÖVP verschleppt Bienenschutz - Berlakovich muss
endlich handeln =

Wien (OTS) - Seit Jahren werden in Österreich Bienenschäden durch
Maisbeizmittel in Kauf genommen. Jetzt belegt auch eine Studie im
Auftrag des EU-Parlaments die Bienengefährlichkeit der Beizmittel aus
der Gruppe der Neonicotinoide. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass
das Vorsorgeprinzip anzuwenden sei, was nur durch ein Verbot der
Beizmittel zu gewährleisten ist. "Seit über drei Jahren fordern wir
ein Verbot der Neonicotinoide bei der Maisbeizung und seit über drei
Jahren verschleppt die ÖVP den Bienenschutz. Die Folge ist ein
massives Bienensterben in Österreich. Die ÖVP muss ihre
Blockadehaltung beenden und den Weg für den Schutz der Bienen frei
machen", fordert Wolfgang Pirklhuber, Landwirtschaftssprecher der
Grünen.

Neonicotinoide sind synthetische Nikotinverbindungen, die als
Nervengift wirken. Sie werden vor allem als Beizmittel zur Behandlung
von Saatgut verwendet. Dadurch soll zum einen die Saat vor Insekten
geschützt werden. Zum anderen steigt der Giftstoff in die Pflanze auf
und ist später in allen Pflanzenteilen zu finden.
"Der Zusammenhang zwischen dem Einsatz der Maisbeizmittel und dem
Bienensterben sehen wir Imker seit Jahren. Auch eine Studie der
Agentur für Ernährungssicherheit hat eindeutig den Zusammenhang von
Pestizid-Einsatz bei der Maisaussaat und dem Bienensterben
nachgewiesen. Wir brauchen endlich einen wirksamen Schutz, denn die
Maisbeize vernichtet ja nicht nur Honigbienen, sondern auch
Wildbienen, Hummeln und eine Menge anderer Insekten, welche für die
Bestäubung immens wichtig sind", erklärt Maximilian Liedlbauer, der
Präsident des österreichischen Imkerbundes.

Seit April dieses Jahres beschäftigt sich ein auf Druck der Grünen
eingerichteter Unterausschuss "Pflanzenschutz" mit dem Einsatz der
bienengefährlichen Neonicotinoide. Das für Dezember avisierte Ende
dieses Ausschusses kann nicht eingehalten werden. Seit Monaten
schafft es die ÖVP nicht, einen Termin für die letzte Sitzung des
Unterausschusses zu koordinieren. Jetzt ist in Aussicht gestellt, im
Februar diese Sitzung abzuhalten. "Mein Eindruck ist, dass eine
Entscheidung wieder um ein Jahr verschleppt werden soll, so dass wir
auch 2013 mit massivem Bienensterben rechnen müssen. Das hätte dann
die ÖVP zu verantworten. Wir haben bereits bei der ersten Sitzung des
Unterausschusses darauf hingewiesen, dass laut Aussage der Saatbau
Linz, die Maisbeizung bis Ende des Jahres durchgeführt wird und wir
deshalb spätestens bis dahin Einigkeit über ein Verbot erzielen
müssen", erklärt Pirklhuber.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FMB

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