• 21.12.2012, 09:59:49
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  • OTS0047 OTW0047

Nein zur Wehrpflicht gefährdet Katastrophenschutz und soziale Sicherheit

FCG-Pöltl, Lazhar: Wehrpflicht-Ende bedroht nicht nur Landesverteidigung, sondern auch Katastrophenschutz und soziale Sicherheit

Utl.: FCG-Pöltl, Lazhar: Wehrpflicht-Ende bedroht nicht nur
Landesverteidigung, sondern auch Katastrophenschutz und
soziale Sicherheit =

Wien (OTS) - "Die allgemeine Wehrpflicht, in Verbindung mit der
Alternative Zivildienst, darf nicht angetastet werden! Die
Wehrpflicht ist Garant für die äußere, der Zivildienst für die
soziale Sicherheit unseres Landes", betonen Friedrich Pöltl,
Landesgeschäftsführer der FCG Wien, und KR Lazhar Nafati,
Vorsitzender der FCG Wien-Mariahilf, angesichts der bevorstehenden
Volksbefragung im Jänner.

Neben dem Schutz des Territoriums sei das Bundesheer zudem
unerlässlicher Helfer, wenn es um den Schutz der Bevölkerung im
Katastrophenfall gehe. "Es kann nicht sein, dass die Bevölkerung bei
Extremereignissen auf sich allein gestellt wäre, weil das Heer
schlichtweg nicht mehr über die nötigen Kapazitäten verfügt",
unterstreicht Nafati. Ein solches Szenario bedrohe letztlich die
innere Sicherheit und sei überdies weder aus moralischer noch aus
volkswirtschaftlicher Sicht vertretbar.

Fällt die Wehrpflicht, fällt auch der Zivildienst!

Dass ein Berufsheer oft behauptete Einspareffekte bringen würde,
bezweifeln Pöltl und Nafati. Mit Sicherheit würde ein Berufsheer aber
Einsparungen an einem Ort bedeuten, wo es bestimmt keiner will,
nämlich beim Zivildienst: "Wenn die Wehrpflicht fällt, gibt es auch
keinen Wehrersatzdienst, sprich, keinen Zivildienst mehr", macht
Pöltl aufmerksam.

"Wie viele professionelle Mitarbeiter müssten wir an Stelle der
Zivildiener beschäftigen - und wie würden wir sie entlohnen?", stellt
Nafati die Frage nach der Verfügbarkeit von Interessenten und vor
allem nach der Finanzierbarkeit eines solchen Systems. Die
Leidtragenden wären Pflegeheime, Rettungsorganisationen und andere
soziale und karitative Einrichtungen, so Nafati.

"Mit der Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht würden ganze
Einsatzstellen und ganze soziale Einrichtungen leergefegt", warnen
Nafati und Pöltl und geben Verteidigungsminister Darabos schon jetzt
eine klare Antwort auf den Vorstoß zur Abschaffung der Wehrpflicht:
"Nein!"

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