• 20.12.2012, 10:37:55
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Stille Nacht ist keine gewaltfreie Nacht

Frauenring fordert Nationalen Aktionsplan zum Thema Gewalt an Frauen

Utl.: Frauenring fordert Nationalen Aktionsplan zum Thema Gewalt an
Frauen =

Wien (OTS) - Weihnachten: Die ganze Familie kommt zusammen, um
gemeinsam eine harmonische und besinnliche Zeit zu verbringen. Oft
aber hält dieses Ideal der Realität nicht statt. Denn kaum eine
andere Zeit im Jahr ist derart stark mit Emotionen und Erwartungen
aufgeladen. Die hohe Erwartungshaltung und der damit verbundene Druck
wirken sich je nach Familie unterschiedlich aus. Oft eskalieren rund
um die Weihnachtsfeiertage Streitigkeiten. In den schlimmsten Fällen
kommt es in der Familie zu Gewaltvorfällen. Besonders betroffen davon
sind Frauen und Kinder. "Die meisten Frauen müssen die
Mehrfachbelastung der Weihnachtsvorbereitungen alleine tragen - und
schlimmstenfalls dann auch noch Gewalt ertragen", sagt Christa
Pölzlbauer, Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings (ÖFR).

Viele Frauen und Kinder, die von Gewalt betroffen sind, wissen
nicht, wo sie sich hinwenden können. Der ÖFR ist sich dieser
schwierigen Lage bewusst und möchte deshalb darauf hinweisen, dass
auch während der Feiertage Hilfe für betroffene Frauen, Kinder und
deren Angehörige zur Verfügung steht.

Die österreichweite Frauenhelpline gegen Männergewalt etwa
(0800/222 555) stellt kostenlos, anonym und rund um die Uhr Hilfe zur
Verfügung - ebenso der Frauennotruf (71 71 9).
Auch die Frauenhäuser bleiben durchgehend geöffnet und bieten eine
Zufluchtsstelle für Frauen und Kinder, die von Gewalt betroffen sind.
(Autonome Österreichische Frauenhäuser: www.aoef.at, Wiener
Frauenhäuser: www.frauenhaeuser-wien.at)

Die Ergebnisse des kürzlich präsentierten Frauenbarometers zeigen,
dass häusliche Gewalt aber nicht nur während der Weihnachtszeit ein
wesentliches Problem darstellt: Laut der Studie des
Frauenministeriums hat die Mehrheit der ÖsterreicherInnen bereits
persönliche Erfahrungen mit Gewalt gemacht. Jede/r zweite
Österreicher/in kennt eine Frau, die Opfer von häuslicher Gewalt
geworden ist.

"Diese Zahlen sind erschreckend", meint Pölzlbauer, "die Lage ist
absolut inakzeptabel!" Der ÖFR fordert daher die Regierung auf, einen
Nationalen Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen in einer
interministeriellen Arbeitsgruppe zu erarbeiten.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | OFR

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