OTS0155   19. Dez. 2012, 13:16

Spekulationsaffäre: VP-Chef Haslauer wollte Zocker-Beamtin zu Controller-Chefin machen

Zu diesem Zeitpunkt wusste er, dass ihr schon die Bankvollmachten entzogen wurden


Das Nachrichtenmagazin NEWS berichtet in seiner Donnerstag erscheinenden Ausgabe über eine überraschende Wende in der Salzburger Spekulationsaffäre. Landeshauptmann-Stellvertreter Wilfried Haslauer (ÖVP), der bisher den nicht-informierten Aufdecker gab, wollte Monika R., die im Mittelpunkt der Affäre steht, noch im Sommer zur Leiterin der Abteilung "Zentrale Dienste, Rechnungswesen und Controlling" der ihm unterstellten Landesbaudirektion machen.

Zu diesem Zeitpunkt waren Monika R. schon die Handlungsvollmachten entzogen worden - was Haslauer auch wusste. Auch war Monika R. zu diesem Zeitpunkt schon mündlich ermahnt worden, und R.'s Vorgesetzter Eduard Paulus hatte bei Haslauers Parteikollegen, Personallandesrat Sepp Eisl eine strenge Ermahnung von Monika R. eingefordert und darauf hingewiesen, dass sie gegen eine Dienstanweisung, Empfehlungen des Finanzbeirates und das Vier-Augen-Prinzip verstoßen habe.

Die Job-Rochade scheiterte letztlich daran, dass Personallandesrat Sepp Eisl (ÖVP) andere Pläne hatte. Doch auch Eisl trat als Mentor von Monika R. in Erscheinung.

Anfang Juni 2012 - also nach der ersten Abmahnung von Monika R. - machte Eisl sie zur Geschäftsführerin der "Rostock'schen Jungbauernstiftung", deren Zweck es ist, die Wirtschaftslage der Bauern zu verbessern. Auf dem Flickr-Stream von Eisl zeugt derzeit noch ein gemeinsames Foto von Eisl und R. von diesem denkwürdigen Event. Titel des Fotos: "Neue Geschäftsführerin bei Rostock'scher Bauernstiftung".

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
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