- 17.12.2012, 12:21:56
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Jahrbuch Gesundheitspolitik 2012 - Minister Stöger: Gesundheitsreform bringt mehr Patientenorientierung
Gesundheitsminister Alois Stöger bei der Präsentation des Jahresrückblicks Gesundheitspolitik 2012
Utl.: Gesundheitsminister Alois Stöger bei der Präsentation des
Jahresrückblicks Gesundheitspolitik 2012 =
Wien (OTS/SK) - Gesundheitsminister Alois Stöger hat heute, Montag,
an einer Podiumsdiskussion anlässlich der Präsentation des Jahrbuchs
Gesundheitspolitik 2012 teilgenommen. Die größte Herausforderung im
vergangenen Jahr sei für den Minister gewesen, die Positionen vieler
Gruppen im Gesundheitssystem zusammenzubringen, was sowohl bei der
Elektronischen Gesundheitsakte als auch bei der Gesundheitsreform
gelungen sei. "Bund, Länder und Sozialversicherung haben gemeinsam
einen Paradigmenwechsel vereinbart, weg von der Institutionen- hin
zur Patientenorientierung", betonte der Minister. Im vergangenen Jahr
ebenfalls sehr wichtig seien auch die Verbesserungen in den
Gesundheitsberufen, Stichwort zahnärztliche Assistenz, gewesen. "Das
zeichnet Österreich aus: Das Gesundheitssystem wurde auch in der
Krise weiterentwickelt, neue Leistungen wurden eingeführt. In Zukunft
werden auch Zahnambulatorien moderne Zahnmedizin anbieten können und
mit dem Krankengeld für Selbständige reagiert die Politik auf neue
Lebensbedingungen", sagte Stöger. ****
Die größte Änderung der Gesundheitsreform sei, dass
Sozialversicherung und Länder einander in ihrem Leistungsangebot
besser aufeinander abstimmen werden, erklärte Minister Stöger. "Für
die Patientinnen und Patienten bedeutet das, dass das Hin- und
Herverschieben von einem Arzt zum nächsten oder vom Arzt zum Spital
ein Ende haben wird. Das heißt, dass die Patienten erstens schneller
und zweitens qualitätsvoller behandelt werden", unterstrich der
Gesundheitsminister. Darüber hinaus werde die Qualität der
Gesundheitsversorgung erstmals institutionenübergreifend gemessen.
"Und: Wir haben die politische Entscheidung getroffen, dass im
Gesundheitssystem in Zukunft mehr Geld zur Verfügung stehen wird, was
Planungssicherheit für die Gesundheitswirtschaft schafft." Auch mit
der Verfügbarkeit von relevanten Gesundheitsdaten über ELGA werde
sich die Qualität verbessern. Ein weiterer Schritt zur
Qualitätssteigerung werde die verstärkte Kooperation zwischen den
Berufsgruppen im Gesundheitswesen sein.
Nach dem Thema Vorsorge und Prävention gefragt, wies der Minister
darauf hin, dass dies einer der Schwerpunkte der
Rahmen-Gesundheitsziele sei. 40 Institutionen setzen sich damit
auseinander, wie Gesundheit in allen Lebensbereichen integriert
werden kann. Mit dem einfacheren Zugang zu richtiger Ernährung wurde
bereits begonnen, z.B. mit der Initiative "Unser Schulbuffet" in
Schulen; hier sei man schon sehr weit gekommen. Auch die betriebliche
Gesundheitsförderung sei eine wertvolle Maßnahme.
An der Podiumsdiskussion nahmen neben Minister Stöger der Vorstand
des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger Hans Jörg Schelling,
Martin Gleitsmann von der Wirtschaftskammer Österreich (Abteilung
Sozialpolitik und Gesundheit) und Sanofi-Geschäftsführer Roman
Gamerith, seines Zeichens Herausgeber des Jahrbuchs
"Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft in Österreich 2012. Das
Jahr im Rückblick", teil. Moderiert hat Eric Frey von der
Tageszeitung "Der Standard". (Schluss) bj/mis
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