• 16.12.2012, 11:00:32
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Richtig fit fürs Skivergnügen

Wien (OTS) - Für Sportverletzungen gibt es immer bessere
Operationsmethoden und Therapien. Am besten ist allerdings, sich auf
den Pistenspaß richtig vorbereiten, damit es gar nicht zu einem
Unfall kommt.

Frau Holle meint es mit den Wintersportbegeisterten offensichtlich
gut: Wenn es wie prognostiziert weiterhin kalt bleibt, werden
spätestens zu den Weihnachtsfeiertagen wieder Zehntausende
Österreicher ihre Brettl anschnallen. Für manche enden solche
sportlichen Aktivitäten allerdings im Krankenhaus: 68.000 Menschen
mussten in Österreich im vergangenen Jahr nach Unfällen beim
Skifahren, aber auch beim Snowboarden, Eislaufen, Rodeln oder
Langlaufen, ins Spital.

Vor einem solchen Unglück ist niemand gefeit. Der Orthopäde und
Oberarzt Dr. Michael Enenkel, der im Orthopädischen Spital Speising
fast täglich mit Sportverletzung zu tun hat, erlitt im Vorjahr bei
einem Schiunfall einen glatten Bruch des Schultergelenkskopfes. Durch
Ruhigstellung und viel Physiotherapie konnte die Verletzung
erfolgreich therapiert werden. Der Vorteil des Mediziners in dieser
Situation gegenüber anderen Unfallopfern: Er kennt die Fortschritte
der Orthopädie und weiß wie wirkungsvoll und ohne große Belastungen
heute bei vielen Sportverletzungen geholfen werden kann.

"Wir operieren Kreuzbänder arthroskopisch, also durch das
Schlüsselloch. Die Patienten erhalten noch am selben Tag die erste
Einheit Physiotherapie. So stellen wir die Beweglichkeit wieder her
und das Knie schwillt schneller ab", erzählt er im Vinzenz magazin
über seine Arbeit als Spezialteamleiter für gelenkserhaltende
Knie-Eingriffe im Orthopädischen Spital Speising. Als Enenkel vor 25
Jahren selbst einen Kreuzbandriss erlitt, hatte das noch eine offene
Operation und acht Wochen Gips zur Folge.

Das Knie ist - im Gegensatz zu früher, wo der Schienbeinbruch die
klassische Skiverletzung war - heute bei jedem zweiten bis dritten
Unfall in irgendeiner Form in Mitleidenschaft gezogen. Wenn das
Seitenband betroffen ist, reichen meist eine Schienenversorgung und
anschließende Physiotherapie. Bei Meniskusverletzungen versucht man
im Orthopädischen Spital Speising die "Stoßdämpfer" zu erhalten: "Wir
nähen - oft sogar tagesklinisch - den Meniskus und entfernen nur
kleine kaputte Lappen", erzählt der Orthopäde.

Den Erfolg des Eingriffs sichert eine konsequente Nachbehandlung mit
Ruhigstellung, Teilbelastung und sechs Wochen Physiotherapie. Die
Chirurgen in Speising arbeiten eng mit den Physiotherapeuten zusammen
und setzen auf ein ausgeklügeltes Therapieprogramm: "Wir wenden
Methoden und Erkenntnisse aus dem Spitzensport an", erzählt
Physiotherapeut und Sportwissenschaftler Mag. Michael Grubhofer.

Aber so erstklassig die Behandlung heute auch sein mag, besser ist
auf jeden Fall ein unfallfreies Skivergnügen. Dazu empfehlen Arzt und
Physiotherapeut im neuen Vinzenz magazin allen Hobbysportlern eine
gute Vorbereitung: "Koordination, Kraft und Ausdauer sind der
Schlüssel zum Erfolg. Wer eine gute Grundlagenausdauer hat, vermeidet
Ermüdungsunfälle." Die Hauptursachen für Verletzungen beim
Freizeitsport sind nämlich schwache Kondition und erhöhte
Risikobereitschaft. Auf die Ausrüstung kommt es ebenfalls an, weiß
Enenkel: "Der Helm ist Pflicht, ich empfehle sportlichen Fahrern auch
den Rückenprotektor. Und ganz wichtig: Eine Studie der Uni Innsbruck
zeigt, dass Leute, die jedes Jahr ihre Bindung einstellen lassen, ein
geringeres Verletzungsrisiko haben."

Zwiti: Übergangspflege
Ein ganz anderes Thema im neuen Vinzenz magazin handelt von der
Übergangspflege. Das Pflegehaus St. Louise der Barmherzigen
Schwestern in Maria Anzbach bietet diese Leistung seit Jahresbeginn
2011. Gedacht ist dieses maßgeschneiderte Remobilisations- und
Aufbauprogramm vor allem für ältere Menschen, die schon zu gesund
fürs Spital, aber noch zu krank für daheim sind - etwa nach
Knochenbrüchen, leichten Schlaganfällen oder internen Erkrankungen.
Bis zu zwölf Wochen bleiben die Betroffenen bei den Barmherzigen
Schwestern und werden dort intensiv betreut: "Ziel ist es, die
Patienten auf ihrem Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben zu
begleiten", erzählt Heimleiterin Herta Enzi.

Am Beispiel einer 92jährigen Patientin wird die Übergangspflege im
Vinzenz magazin sehr anschaulich beschrieben. Die betagte Dame kam
nach einem schweren Sturz und einem anschließenden Spitalsaufenthalt
nach Maria Anzbach. Hier helfen ihr Ärzte und Physiotherapeuten
dabei, ihre Agilität wieder soweit zurückzugewinnen, dass sie in ihre
Wohnung zurückkehren kann. Ihr Schicksal ist kein Einzelfall: Mit
steigendem Alter sind insbesondere pflegebedürfte Menschen auf diese
"integrierte Versorgung" mit Spital und Pflegeheim angewiesen. Darum
bieten beide Pflegehäuser der Barmherzigen Schwestern Betten für
Übergangs- und Kurzzeitaufenthalte an.

Einziger Wermutstropfen: Im Gegensatz zu einem Spitalsaufenthalt
müssen die Betroffen - solange Eigenmittel vorhanden sind und die
Sozialhilfe die Kosten noch nicht übernimmt - für den Aufenthalt im
Pflegeheim die tatsächlichen Vollkosten zahlen, die zwischen rund 125
und 300 Euro pro Tag betragen. Ungerecht findet das Mag. Anna Parr,
Geschäftsleiterin der Vinzenz Gruppe: "Obwohl ein Tag im Pflegehaus
billiger ist als im Krankenhaus, müssen Patienten oftmals deutlich
höhere Kosten tragen."

Zwiti: Opferschutz
Ein Beitrag zu einem sehr bewegenden und für alle Betroffenen heiklen
Thema im neuen Vinzenz magazin heißt "Schutz vor Gewalt". Mediziner
und Pflegepersonal sind im Krankenhaus immer wieder mit Opfern von
Beziehungsgewalt konfrontiert. Um nicht nur die sichtbaren
Verletzungen zu behandeln, sondern den Betroffenen auch die richtige
Beratung in ihrer schwierigen Situation zu bieten, wurde im
Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Ried eine
Opferschutzgruppe geschaffen. Ihre Leiterin, Petra Ehrnleitner
sammelte als Sozialarbeiterin im Frauenhaus umfangreiche Erfahrungen
mit Gewaltopfern.

Ziel der Opferschutzgruppe ist es, die Mitarbeiter zu sensibilisieren
und im Umgang mit erwachsenen Gewaltopfern zu schulen, erläutert
Ehrnleitner in einem Interview im Vinzenz magazin. Wünschen
Betroffene ein Gespräch ist es wichtig offen zu sagen, dass hinter
den Verletzungen häusliche Gewalt vermutet wird. Ganz besonders kommt
es darauf an, "da zu sein für ein Gespräch und Handlungsalternativen
aufzeigen", so die Sozialarbeiterin. Nicht immer sind übrigens
jüngere Frauen von häuslicher Gewalt betroffen: "Es auch eine Form
von Gewalt, wenn einem Menschen, der Unterstützung braucht, diese
Hilfe verweigert wird", erzählt Petra Ehrnleitner im neuen Magazin
der Vinzenz Gruppe.

Das Vinzenz magazin mit vielen weiteren interessanten Beiträgen steht
ab sofort unter www.vinzenzgruppe.at zum kostenlosen Download im
pdf-Format bereit.

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