• 14.12.2012, 11:45:24
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AUVA feiert 125 Jahr-Jubiläum des Unfallversicherungsgesetzes im Parlament

Wien (OTS) - "In einer sich verändernden Welt blickt die AUVA nach
vorne. Wir wollen auch weiterhin ein wichtiger Begleiter der
Wirtschaft bleiben", sagte Renate Römer, Obfrau der Allgemeinen
Unfallversicherungsanstalt, am Donnerstag im Rahmen eines feierlichen
Festaktes im Parlament. Etwa 300 geladene Gäste feierten die
Entstehung des Unfallversicherungsgesetzes vor 125 Jahren. Obfrau
Römer betonte, dass sich die Mitarbeiter der AUVA als Team gemeinsam
neuen Herausforderungen stellen werden.

Am 28. Dezember 1887 wurde das Unfallversicherungsgesetz im
österreichischen Parlament verabschiedet, als erstes
Sozialversicherungsgesetz und damit als Grundstein unseres
Sozialversicherungswesens. Die Gründung der
Arbeiterunfallversicherungsanstalt, die später zur AUVA wurde, folgte
zwei Jahre darauf.

Als größter Unfallversicherungsträger übernahm es daher auch die
AUVA, diese Jubiläumsfeier zu veranstalten. Gratuliert hat der
Präsident der Österreichischen Wirtschaftskammer, Christoph Leitl:
"Die Leistungen der AUVA, seien es die Ärzte in den Unfallspitälern
oder die Experten der Prävention, sind Weltspitze", so Leitl.

Als Vertreter des Gewerkschaftsbundes gratulierte Josef Muchitsch:
"Das Unfallversicherungsgesetz war und ist ein wesentlicher Teil der
österreichischen Sozialpartnerschaft."
Gesundheitsminister Alois Stöger lobte die Entstehung des Gesetzes
als einen Meilenstein im Prozess zur Erlangung sozialer Gerechtigkeit
in Österreich: "Vieles hat sich getan in der Unfallversicherung und
ich bin stolz, an einigen Entscheidungen in den letzten Jahren
maßgeblich mitgearbeitet zu haben. Eine Institution wie die AUVA ist
für unsere Gesellschaft von enormer Bedeutung."

Lesung aus Kafka-Briefen

Der wohl bekannteste Mitarbeiter der
Arbeiterunfallversicherungsanstalt war Franz Kafka. Einen der
Höhepunkte der Veranstaltung bot deswegen Burgschauspieler Wolfgang
Böck. Er las aus Texten, die der Jurist Kafka im Rahmen seiner
Tätigkeit als Jurist geschrieben hatte - etwa aus einem Brief, in dem
er seine Vorgesetzten, den "löblichsten Vorstand", um eine
Gehaltserhöhung von 600 Kronen bat.

Über die AUVA:

Bei der AUVA sind rund 4,7 Millionen Personen gesetzlich gegen
Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert: 1,2 Millionen
Arbeiterinnen und Arbeiter, 1,6 Millionen Angestellte, 450.000
Selbständige sowie 1,4 Millionen SchülerInnen und Studierende. Die
AUVA finanziert ihre Aufgaben als soziale Unfallversicherung fast zur
Gänze aus Pflichtbeiträgen der Dienstgeber. Prävention ist dabei die
vorrangige Kernaufgabe der AUVA, denn die Verhütung von Unfällen und
die Vorbeugung von Berufskrankheiten senkt die Kosten für die drei
weiteren Unternehmensbereiche Heilbehandlung, Rehabilitation und
finanzielle Entschädigung von Unfallopfern am wirksamsten.

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