• 14.12.2012, 11:36:33
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Auer: Transporteure fühlen sich gegenüber der Landwirtschaft umsonst übervorteilt

Ausnahme von der Mitführpflicht auf Traktorfahrten im 10-km-Umkreis beschränkt

Utl.: Ausnahme von der Mitführpflicht auf Traktorfahrten im
10-km-Umkreis beschränkt =

Wien (OTS) - "Die Spediteure und deren Wirtschaftskammer-Vertreter
können doch nicht ernsthaft internationale Transporte, wo auf
hochrangigen Straßennetzen Millionen von Gütertonnen quer durch
Europa gefahren werden, mit Traktorfahrten auf Feld- und Dorfstraßen
im Umkreis eines Bauernhofes vergleichen", wundert sich
Bauernbund-Präsident Jakob Auer über eine Reaktion des
WKÖ-Fachverbandes der Güterbeförderer auf die jüngst beschlossene
Reparatur des Führerschein-Gesetzes, wonach Landwirte den
Traktorführerschein ab 2013 nicht mehr mitführen müssen. Die Regelung
gilt nur dann, wenn der Landwirt im engsten Umkreis des Bauernhofes
unterwegs ist. "Immer schön langsam mit den jungen Pferden. Diese
Kirche sollten wir buchstäblich im Dorf lassen und nicht in die weite
Fernverkehrswelt exportieren", kann Auer die angebliche
Benachteiligung der Güterbeförderer gegenüber der Landwirtschaft
nicht nachvollziehen.

Ausnahme denkbar für internationale Transporte bis maximal
zehn Kilometer

Sofern es den Güterbeförderern um Ausnahmen von der
Mitführungspflicht für internationale Transporte innerhalb eines
10-km-Bannkreises ginge, "wäre ich natürlich jederzeit
gesprächsbereit und würde mich dafür einsetzen, unnötige
Bürokratiehürden und Kontrollen für Berufskraftfahrer abzubauen",
betont Auer. "Bei internationalen Transporten auf einer
10-km-Kurzstrecke sind Ausnahmen denkbar", so der Präsident.

Anders als der Fachverband unterstellte, komme die Landwirtschaft
aber "keineswegs in den Genuss einer neuen Ausnahme" - vielmehr habe
sich die im Jahr 2011 geänderte Regelung als "völlig praxisfern
erwiesen" und musste deshalb repariert werden. "Genau gesagt, gehen
wir also wieder zur alten Regelung zurück. Und das ist gut so, weil
wir auf den Dorf- und Feldstraßen wirklich keine unnötigen Schikanen
aufkommen lassen müssen", so der Bauernbund-Präsident.
(Schluss)

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