• 13.12.2012, 12:31:43
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Klikovits: "Die Österreicherinnen und Österreicher brauchen Sicherheit und keine Was-Wäre-Wenn-Szenarien!"

ÖVP-Wehrsprecher: Die Potenzialstudie des Verteidigungsministers zu seinem Freiwilligenheer zeigt, wie unausgereift und unsicher dieses System ist

Utl.: ÖVP-Wehrsprecher: Die Potenzialstudie des
Verteidigungsministers zu seinem Freiwilligenheer zeigt, wie
unausgereift und unsicher dieses System ist =

Wien (OTS/ÖVP-PK) - "Wenn Minister Darabos eine sogenannte
Potenzialstudie präsentiert, bei der lediglich 1108 Männer und Frauen
befragt worden sind und dann stolz behauptet, dass dies repräsentativ
für die gesamtösterreichische Bevölkerung sei, dann ist das in meinen
Augen fahrlässig. Bei der Bundesheer-Reformkommission wurde 2004 eine
Fessel GfK Studie aus dem Jahr 2000 herangezogen, die deutlich zeigt,
dass die Bereitschaft, einen freiwilligen Dienst beim Bundesheer zu
absolvieren, äußerst gering ist. Damals wurden 13.200 Personen zum
Thema Freiwilligenheer befragt, bei der aktuellen Studie waren es
lediglich 545 Personen, die zur Freiwilligenmiliz befragt wurden", so
ÖVP-Wehrsprecher Abg. Oswald Klikovits zur heute, Donnerstag,
vorgestellten Potenzialstudie Freiwilligenheer.

Der ÖVP-Wehrsprecher kritisiert auch, dass bei der Präsentation die
genauen Fragestellungen der Studie nicht genannt wurden: "Dass
Darabos eine mehr als zweifelhafte Studie vorstellt, ohne die
detaillierten Fragen, die den Befragten gestellt wurden, zu nennen,
zeigt wie dilettantisch hier vorgegangen wird. Es wurde
beispielsweise nicht erhoben, ob die Befragten tatsächlich bereit
sind, verpflichtend in den Auslandseinsatz zu gehen. Ein Berufsheer
bedingt ja die Auslandseinsatzverpflichtung, dazu hat man sich
bereits in der Bundesheer-Reformkommission bekannt", betont
Klikovits.

Auch die Tatsache, dass die Studie das Freiwilligenpotential für ein
Berufsheer getrennt vom gesamten Freiwilligenpotential für den Ersatz
der Wehrpflicht und den Ersatz des Zivildienstes betrachtet, stößt
bei Klikovits auf Unverständnis: "Fällt die Wehrpflicht, fällt auch
der Zivildienst als Wehrersatzdienst. Daher muss man auch mit
überlegen, ob es in Zukunft insgesamt genügend Freiwillige geben
wird. Notwendig wären jedenfalls 2.550 für das Bundesheer plus 8.000
bezahlte Sozialdiener. Woher diese Leute kommen sollen, hat Darabos
bisher tunlichst verschwiegen."

"Aus der Befragung geht zudem hervor, dass für 54 Prozent der
Befragten die Jobsicherheit ein Anreiz für die Tätigkeit als
Berufssoldat wäre, für 41 Prozent wäre dies auch die Aussicht auf
lebenslange Pensionszahlungen. 90 Prozent nennen den sicheren
Arbeitsplatz und die finanzielle Sicherheit als Grund, der für eine
Tätigkeit als Berufssoldat spricht. Wie soll das aber mit der
angedachten kurzen Verpflichtungszeit von drei, sechs oder neun
Jahren zusammenpassen? Es zeigt sich wieder einmal, wie unausgegoren
die Ideen von Minister Darabos sind. Statt dubiose und noch dazu
extrem teure Studien und Pilotprojekte in Auftrag zu geben, hätte der
Minister die letzten sieben Jahre nützen können, um den
Grundwehrdienst zu attraktivieren und nachhaltig zu reformieren", so
Klikovits abschließend.
(Schluss)

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