• 13.12.2012, 12:28:53
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Krankengeld für Selbständige - Minister Stöger: Lebensbedingungen Selbständiger verlangen besonderen sozialen Schutz

Krankengeld und doppeltes Wochengeld für Selbständige verbessern soziale Absicherung von Unternehmerinnen und Unternehmern

Utl.: Krankengeld und doppeltes Wochengeld für Selbständige
verbessern soziale Absicherung von Unternehmerinnen und
Unternehmern =

Wien (OTS/SK) - Beim neuen Krankengeld für Selbständige geht es um
die soziale Absicherung für Unternehmerinnen und Unternehmer, deren
besondere Lebenssituation auch einen besonderen sozialen Schutz
verlangt. Das betonte Gesundheitsminister Alois Stöger am Donnerstag
in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Wirtschaftskammer-Präsident
Leitl. "Im Bereich der gewerblichen Wirtschaft hat sich viel
verändert, Unternehmen werden oft allein betrieben, auch der Anteil
der Frauen wird immer höher. Man muss auf die Situation der Menschen
reagieren, und ich bin sehr froh, dass die Sozialversicherungsanstalt
der gewerblichen Wirtschaft das aufgreift und Ideen entwickelt, wie
der Gesundheitsschutz für die jeweilige Personengruppe zu stärken
ist", betonte Stöger. ****

Unternehmer, die weniger als 25 Mitarbeiter beschäftigen, erhalten in
Zukunft ab der sechsten Woche der Arbeitsunfähigkeit ein Krankengeld
in der Höhe von 27,73 Euro täglich. "Ein wichtiger, bedeutender
Schritt" für den Minister. Ebenfalls neu ist das Wochengeld für
Selbständige: Ab 1.1.2013 wird das Wochengeld (acht Wochen vor und
nach der Entbindung) von 27 auf 50 Euro pro Tag fast verdoppelt, was
einen wichtigen und deutlich spürbaren Beitrag für die Bezieherinnen
darstellt. Auch bei der freiwilligen Zusatzversicherung gibt es
Verbesserungen.

Wichtig im Zusammenhang mit der Absicherung der Gesundheitsversorgung
sei auch die Prävention. "Dafür braucht es Rahmenbedingungen,
Gesundheit so auszurichten, dass sie erhalten bleibt", unterstrich
der Minister, der erklärte: "Wenn ein Selbständiger, etwa ein
Gastwirt, Druck von Seiten der Kunden, der Lieferanten, womöglich
auch der Bank hat, wird im Alltag die eigene Gesundheit oft
hintangestellt." Daher sei es "ganz wichtig, dass die SVA der
Gesundheitsförderung einen besonderen Raum gibt". Sehr viele
Unternehmen setzen sich auch mit der betrieblichen
Gesundheitsförderung auseinander. "Die österreichische
Unternehmerschaft nimmt hier ihre Verantwortung wahr, und letztlich
nützt das allen", sagte Stöger.

Das Gesundheitsministerium stärkt die Gesundheitsförderung darüber
hinaus mit seinen Nationalen Aktionsplänen (NAP). Der NAP Ernährung
(NAP.e) z.B. soll den Zugang zu gesunder Nahrung im Alltag
erleichtern, der NAP Bewegung (NAP.b) widmet sich der
Bewegungsförderung. Der Minister dankte der SVA und dem
WKÖ-Präsidenten, dass diese Gesundheit - nicht Krankheit - in den
Mittelpunkt rücken.

Wirtschaftskammer-Präsident Leitl bedankte sich bei
Gesundheitsminister Stöger für die konstruktive Zusammenarbeit beim
Krankengeld für Selbständige und gratulierte zum Zustandebringen der
Gesundheitsreform vor zwei Tagen. Dass die Partner Bund, Länder und
Sozialversicherung gemeinsam etwas bewegt haben, sei vorbildlich für
Österreich. (Schluss) bj/ah

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