- 13.12.2012, 11:17:33
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Karlheinz Töchterle: Österreichische Nachhaltigkeitsforschung auf Spitzenniveau als zentrales Zukunftsthema
BMWF präsentiert Ergebnisse der Rio+20-Initiativen - feierlicher Abschluss der Nachwuchsprojekte

Utl.: BMWF präsentiert Ergebnisse der Rio+20-Initiativen -
feierlicher Abschluss der Nachwuchsprojekte =
Wien (OTS) - Zum Abschluss der Initiativen anlässlich von "Rio+20"
lud das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung am Mittwoch,
den 12.12.2012, zu einer Festveranstaltung ins ORF RadioKulturhaus.
Neben der Vielfalt der österreichischen Nachhaltigkeitsforschung
standen auch die Ergebnisse der beiden vom BMWF geförderten
Jubiläums-Initiativen der Onlineplattform "OpenScience4Sustanabilty"
und der Nachwuchsförderinitiative "Rio+20 - Wissenschaftler/innen und
Jugendliche ziehen Bilanz" im Fokus. "Nachhaltigkeit ist weit mehr
als ein Modewort, es durchdringt viele Bereiche von Politik und
Wissenschaft. Die vielfältigen Projekte der jungen Menschen geben
einen spannenden Einblick in ein Forschungsfeld, das in Österreich
bereits auf Spitzenniveau liegt und in Zukunft immer mehr an
Bedeutung gewinnen wird", so Wissenschafts- und Forschungsminister
Dr. Karlheinz Töchterle. Beide Initiativen liefen unter dem Dach von
"Young Science", einem Programm, bei dem das BMWF zahlreiche
Initiativen der Nachwuchsförderung bündelt und das vom
Österreichischen Austauschdienst (OeAD) betreut wird.
Im Zuge der Initiative "Rio+20 - Wissenschaftler/innen und
Jugendliche ziehen Bilanz" ermöglichte das BMWF seit Juli mehr als
300 Jugendlichen tiefe Einblicke in die österreichische
Nachhaltigkeitsforschung an Universitäten und anderen
Forschungseinrichtungen. Unterstützt durch 70 Wissenschaftler/innen
verfassten die Jugendlichen spannende Kurzberichte über heimische
Forschungsaktivitäten. Zusätzlich entwickelten sie Visionen einer
nachhaltigen Gesellschaft und wiesen auf offene Fragen hin, die von
der Wissenschaft aufgegriffen werden sollten. Im Herbst förderte das
BMWF vier große Schulprojekte, in welchen sich mehr als 170
Schüler/innen im Unterricht intensiv mit den Zielen der Agenda 21 und
aktuellen österreichischen Wissenschaftsschwerpunkten zu diesem Thema
auseinander setzten.
Die Online-Plattform "OpenScience4Sustainability" startete im Juni
2012 mit dem Ziel, die österreichische Nachhaltigkeitsforschung zu
unterstützen und den Austausch darüber im Internet und in sozialen
Medien zu fördern. Sie bündelt nicht nur Aktuelles und Entwicklungen
zum Thema, sondern informiert auch zur Geschichte derselben. Ein
weiteres zentrales Element der Plattform ist ein Blog, der auch
Unternehmen aus der Praxis zu Wort kommen lässt. In Form einer
digitalen Galerie wurden und werden darüber hinaus namhafte
österreichische Forscherinnen und Forscher vorgestellt, die sich für
die Umsetzung der global-nachhaltigen Entwicklung einsetzen.
"Wir sind es kommenden Generationen schuldig, nachhaltig zu denken
und zu agieren", so die deutlichen Worte von Minister Töchterle im
Rahmen einer Podiumsdiskussion zum Thema "The Power of One - Was eine
Einzelne/ ein Einzelner beitragen kann" am Abend. Ähnlich äußerte
sich auch Prof. Dr. Miranda Schreurs, Leiterin des Zentrums für
Umweltpolitik der Freien Universität Berlin, die dem Publikum das
Motto: "Zweifle nicht, dass eine kleine Gruppe von vorausschauenden
engagierten Bürgern die Welt verändern kann. Die Geschichte ist voll
von solchen Beispielen" mit auf den Weg gab.
Auszeichnung der besten Videos und Praktikumsberichte
Beide Jubiläums-Initiativen des BMWF waren auch mit einer
Auszeichnung verknüpft. Eine Fachjury kürte schlussendlich den Film
"Upcycling", eingereicht von Lisa Badura, zum besten Beitrag. Die
Gewinnerin freut sich über einen Scheck von 2.000 Euro. Der
Publikumspreis in Höhe von 1.000 Euro ging an August Schlosser für
seinen Film "100 KW Biogasanlage".
Der Best Paper Award, für den beeindruckendsten eingereichten
Praktikumsbericht ging an Thomas Bernsteiner, Tobias Wirthmiller,
Benjamin Germann und Philipp Pramer für ihren Bericht "Das 1950er
Syndrom". Die vier Jugendlichen absolvierten im Sommer ihr Praktikum
am Institut für Geschichte der Universität Salzburg. Als Preis winkt
eine Denkwerkstatt in Form eines persönlichen Treffens mit dem
Schweizer Umwelthistoriker Prof. em. Dr. Christian Pfister, der im
Jahr 1996 mit seinem Band "Das 1950er Syndrom" das Augenmerk auf den
in den 50er Jahren einsetzenden Massenkonsum lenkte.
Aufgrund der außergewöhnlichen Gestaltung eines Praktikumsberichtes,
der in Form eines Newsletters aus der Zukunft übermittelt wurde,
vergab das BMWF einen zweiten Preis: den Kreativ-Preis. Reinhard
Edelmoser, Johanna Eichinger, Elisabeth Steiner, Julian Möhlen,
Johannes Elsner, Niklas Loidl und Angel May Eyalil dürfen sich auf
einen Tagesausflug mit einem einzigartigen Blick hinter die Kulissen
der Ars Electronica freuen. Und mit ihnen Dr. Mahshid Sotoudeh, die
am Institut für Technikfolgen-Abschätzung der Österreichischen
Akademie der Wissenschaften das Projekt CIVISTI leitet und gemeinsam
mit den Jugendlichen Herausforderungen, Visionen und Wünsche an die
Zukunft aufzeigte.
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