• 12.12.2012, 11:48:37
  • /
  • OTS0117 OTW0117

Heeres-Pilotprojekt: Betrieb von Kasernen ohne Grundwehrdiener effizienter

Seit 1. Dezember keine Grundwehrdiener zur Systemerhaltung am Truppenübungsplatz Seetaleralpe - Betrieb ohne Grundwehrdiener sogar kostengünstiger

Utl.: Seit 1. Dezember keine Grundwehrdiener zur Systemerhaltung am
Truppenübungsplatz Seetaleralpe - Betrieb ohne Grundwehrdiener
sogar kostengünstiger =

Wien (OTS/BMLVS) - Verteidigungsminister Norbert Darabos besuchte
heute, Mittwoch, den Truppenübungsplatz Seetaleralpe in der
Steiermark, der als erste Heeresliegenschaft seit 1. Dezember den
Betrieb ohne Grundwehrdiener durchführt. 100
Systemerhalter-Grundwehrdiener pro Jahr haben bisher u.a. den TÜPL
als Absperrposten gesichert. TÜPL-Kommandanten Oberst Manfred Hofer
stellte dem Minister den Maßnahmenmix vor, mit dem die
Grundwehrdiener ersetzt werden. "Durch die getroffenen Maßnahmen
können wir nicht nur den Service- und Dienstbetrieb bei höherer
Qualität sicherstellen, dies ist noch dazu kostengünstiger möglich",
so Hofer.

Der Minister zeigte sich bestärkt in seinen Reformplänen: "Der
Betrieb von Kasernen ist ohne Grundwehrdiener nicht nur machbar, er
ist effizienter. Der Truppenübungsplatz Seetaler Alpe ist das beste
Beispiel dafür." Für den Betrieb brauche man viel weniger Personal,
als man bisher Rekruten einsetzen musste, so Darabos. Für die Wartung
des Übungsplatzes ersetzen beispielsweise ein neues Gerät sowie ein
Vertragsbediensteter insgesamt 15 Rekruten, so der Minister.

Am Truppenübungsplatz Seetaleralpe wurden bisher rund 100
Grundwehrdiener pro Jahr für Absperrdienste, als Kraftfahrer,
Ordonnanzen, Küchengehilfen oder zur Straßenerhaltung und Pflege des
Übungsplatzes verwendet. Seit 1. Dezember wird auf ihre
Dienstleistung am Truppenübungsplatz verzichtet. Durch einen Mix aus
technischen Maßnahmen, Auslagerung von Aufgaben, Neuaufnahmen und
Leiharbeitern konnte der Wegfall kompensiert werden.

Für die Sicherheit während des Schießbetriebes wird eine neue
technische Absperr- und Überwachungsanlage installiert. Zusätzlich
wurde das Kommunalgerät (Traktoren, Mäh- und Räumgerät) modernisiert.
Zusätzlich wurden durch das Projekt neue Arbeitsplätze am
Truppenübungsplatz geschaffen. Fünf Vertragsbedienstete wurden neu
aufgenommen. Darüber hinaus werden drei Leiharbeiter aus der Region
beschäftigt. Die Gebäudereinigung wurde ausgelagert. Die
Reinigungskräfte stammen aus der Region.

Durch diese Maßnahmen können die Leistungen der Grundwehrdiener
effizienter und sogar kostengünstiger erbracht werden. Kosteten die
Grundwehrdiener dem TÜPL bisher etwa 630.000 Euro pro Jahr, so
belaufen sich die Kosten des neuen Betriebes auf ca. 500.000 Euro
jährlich.

60 % der Grundwehrdiener arbeiten als Systemerhalter. Um diese Zahl
zu reduzieren und um zu zeigen, dass der Betrieb von
Heeresliegenschaften auch ohne Grundwehrdiener funktioniert, startete
der Minister das Pilotprojekt zur Reduktion von Systemerhaltern. Seit
1. Dezember wird im Amtsgebäude Franz-Josefs-Kai und am
Truppenübungsplatz Seetaleralpe auf den Einsatz von Funktionssoldaten
verzichtet. Im Jänner folgen noch vier weitere Dienststellen in Wien
und Klagenfurt. Mit diesem Projekt soll überprüft werden, mit welchen
Maßnahmen Systemerhalter ersetzt werden können. Insgesamt können die
Kosten für den Betrieb in den sechs Liegenschaften ohne
Grundwehrdiener von 3,8 Mio. Euro auf 3,7 Mio. Euro gesenkt werden.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NLA

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel