• 12.12.2012, 11:36:04
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Hundstorfer/Leitner: Positive Bilanz nach einem Jahr fit2work-Personenberatung in Niederösterreich

Über 1.200 Anfragen und 800 Personenberatungen zeigen hohen Bedarf

Utl.: Über 1.200 Anfragen und 800 Personenberatungen zeigen hohen
Bedarf =

Wien (OTS/SK) - Länger gesund im Erwerbsleben bleiben ist das Ziel
von fit2work. Seit Oktober 2011 gibt es in Niederösterreich sechs
fit2work-Beratungseinrichtungen, die gut angenommen werden. Mit den
Einrichtungen in St. Pölten, Wiener Neudorf, Amstetten, Wiener
Neustadt, Korneuburg und Zwettel, die Personen mit gesundheitlichen
Problemen am Arbeitsplatz sowie Arbeitssuchenden mit gesundheitlichen
Problemen zur Verfügung stehen, habe man Neuland betreten, betonten
Sozialminister Rudolf Hundstorfer und der niederösterreichische
Landeshauptmannstellvertreter Sepp Leitner am Mittwoch in einer
gemeinsamen Pressekonferenz. "Ein Neuland, das es bis dahin in
Österreich in der Art noch nicht gab", betonte Hundstorfer und wies
auf den "kompakten Beratungscharakter" von fit2work hin. ****

Der Bedarf solcher Beratungseinrichtungen ist gegeben. Bei zwei von
drei Arbeitslosen spielen gesundheitliche Probleme eine Rolle beim
Verlust des Arbeitsplatzes. In Niederösterreich sind es über 1.200
Anfragen und 800 Personenberatungen in den ersten 13 Monaten seit
Bestehen von fit2work. Die Betriebsberatung von fit2work läuft seit
Juni 2012 und wurde in den wenigen Monaten bereits auch gut
angenommen.

"Es geht darum, die Arbeitsfähigkeit der Menschen zu erhalten und
krankheitsbedingtes Ausscheiden aus dem Arbeitsmarkt zu verhindern",
betonte Sepp Leitner die Tragweite dieses Projekts. Aus den 1.200
Anfragen und 800 Personenberatungen hätten sich rund 570 Case
Management-Fälle ergeben, also Fälle, mit intensiverem
Betreuungsaufwand. "Ich bin davon überzeugt, dass die Zahl der
Beratungsfälle noch steigen wird", erklärte Leitner, dass erst
letztes Jahr der Vollausbau abgeschlossen wurde. "Letztlich wird man
erst 2014 eine erste große Bilanz ziehen können", betonte Leitner.

Von den Beratungsfällen sind rund 60 Prozent Frauen. Dieses
Ungleichgewicht sei einerseits durch die Tatsache zu erklären, dass
psychische Erkrankungen im Zunehmen begriffen sind und bereits fast
mit der Anzahl der Beeinträchtigungen bei Muskulatur und
Bewegungsapparat gleichgezogen haben. Dazu kommen noch
Schmerzpatienten mit 25 Prozent. Und weiters sind im Zentrum der
meisten Fälle Personen, die im Verkauf tätig sind, gefolgt von jenen
in anderen Dienstleistungen, dann Büroangestellte und dann erst
Handwerker. "Hier sieht man, dass die Arbeitswelt sich sehr gewandelt
hat", betonte Leitner.

Auf Journalistenanfrage erklärte Hundstorfer, dass man grundsätzlich
auch für einen weiteren Ausbau offen wäre, aber erst die Evaluierung
in zwei Jahren abgewartet werden müsste, um den weiteren Bedarf
abzuklären und auch die regionale Ausrichtung der bestehenden
Einrichtungen. "Wir sind hier flexibel", erklärte der Sozialminister,
dass es darum gehe, "so nah wie möglich bei den Menschen zu sein".
(Schluss) up/bj

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