- 11.12.2012, 14:43:19
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ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz im ORF-Publikumsrat: "ORF auf gutem Weg!"
Wien (OTS) - Im Rahmen der Plenarsitzung des ORF-Publikumsrats, der
heute, Dienstag, den 11. Dezember 2012, unter dem Vorsitz von Mag.
Hans Preinfalk tagte, informierte ORF-Generaldirektor Dr. Alexander
Wrabetz zur medialen Situation in Europa, gab einen kurzen
Lagebericht und einen Ausblick auf wichtige Projekte des Jahres 2013.
Einleitend warf ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz einen Blick
auf die Mediensituation in Europa: "Der öffentlich-rechtliche
Rundfunk in Europa steht, wie alle anderen Medien auch, unter großem
wirtschaftlichem Druck. Auch der Printbereich steht vor großen
Veränderungen. Die Printwerbung geht weltweit zurück, im Gegensatz
dazu nimmt die Onlinewerbung massiv zu. Es profitieren davon
allerdings hauptsächlich nichtmediale Angebote wie Google und
Facebook. Ein Faktum, das in der österreichischen Diskussion, die
sich hauptsächlich um das Thema 'Print versus ORF' dreht, meist
ausgeblendet bleibt!"
Außerdem stellte der ORF-Generaldirektor aus aktuellem Anlass, unter
anderem wegen diverser falscher Medienberichte, klar: "Die
Barrierefreiheit der ORF-Programme ist von den notwendigen
Einsparungsmaßnahmen, die viele Bereiche des Unternehmens betreffen
würden, sollte die Refundierungsregelung nicht verlängert werden,
explizit nicht betroffen. Wir bekennen uns ganz ausdrücklich zu
diesem Angebot, das wir in den vergangenen Jahren konsequent
ausgebaut haben. Einschränkungen sind nicht geplant." Allerdings sei
der angestrebte weitere Ausbau ab 2014 ohne Fortsetzung der
Refundierung nicht möglich.
ORF-TV erfolgreich, ORF SPORT + im analogen Kabel
Weiters berichtete Dr. Wrabetz: "Von Jänner bis November konnte ORF
eins mit der EURO und den Olympischen Spielen leicht zulegen. Die
positive Entwicklung der Spartenkanäle ORF III und ORF SPORT +
bringen dem ORF-Fernsehen ein Plus. Die nächste gute Nachricht: Ab
Jänner wird ORF SPORT + ins analoge Kabelnetz dreier großer
Kabelanbieter eingespeist, somit steigt die Empfangbarkeit auf 72
Prozent. D. h., wir haben von 1,1 Millionen Seherinnen und Sehern
innerhalb eines Jahres den Personenkreis auf 5,2 Millionen
Zuschauerinnen und Zuschauer verfünffacht."
ORF III: Neue Projekte
"In ORF III werden wir die Zeitgeschichte- sowie Live- und
Sonderprogramme wie die Verleihung des Friedensnobelpreises an die EU
ausbauen. Im Rahmen des Projekts 'Filmschatz Österreich' haben wir
drei Filme aus der unmittelbaren Nachkriegszeit gemeinsam mit der
Bank Austria aufwendig restauriert und nun erstmals gezeigt. Mit
'Artist-in-Residence' wollen wir 2013 mit neuen Produktionen von
zeitgenössischen Künstlern eine völlig neue Form des Fernsehens
bieten."
Erfolgreiche Entwicklung der ORF-TVthek
Die ORF-TVthek verzeichne im Schnitt 14 Millionen Videoabrufe pro
Monat, und ORF.at lege mit 48,2 Millionen Visits ständig zu,
berichtete der ORF-Generaldirektor, und kündigte darüber hinaus zur
alpinen Ski-WM in Schladming 2013 eine eigene "Schladming-App" für
Smartphones, Smart-TV und Second Screen mit zahlreichen zusätzlichen
Angeboten an. Erstmals wurde eine TV-Sendung online mehr genutzt als
deren Premiere im Fernsehen: "Die 'ZiB 2' mit Armin Wolfs Interview
mit Frank Stronach hatte 571.000 Zuschauerinnen und Zuschauer, wurde
aber auch der TVthek und YouTube 600.000-mal gesichtet", so Wrabetz
weiter.
ORF-Archiv: Audiovisuelles Gedächtnis Österreichs
"Wir sehen unsere Archive als audiovisuelles Gedächtnis Österreichs,
dessen Erhaltung uns vor eine große Verantwortung stellt. Allein das
Fernseharchiv beherbergt 500.000 Stunden Film- und Videomaterial,
350.000 Stunden müssen in den nächsten zehn Jahren digitalisiert
werden. Diese digitale Migration wird uns zwölf Millionen Euro
kosten. Auch hier, für die Bewahrung von 5,5 Millionen Dokumenten,
wäre eine Finanzierung aus der Refundierung sinnvoll und notwendig",
sagte Wrabetz.
"Amour" von Michael Haneke: vom ORF mitfinanziert
Schließlich freute sich ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz
über die Auszeichnung des vom ORF im Rahmen des
Film-/Fernseh-Abkommens mitfinanzierten neuen Films von Michael
Haneke, "Amour", mit dem Europäischen Filmpreis: "Ein bewegendes
Meisterwerk mit absoluten Oscar-Chancen, mitfinanziert vom ORF.
Angesichts dieser Erfolge sollte die Refundierung die Kofinanzierung
des österreichischen Kinofilms sicherstellen."
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