• 10.12.2012, 17:55:14
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Neues Volksblatt: "Dagegen" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 11. Dezember 2012

Utl.: Ausgabe vom 11. Dezember 2012 =

Linz (OTS) - Die Ablehnung eines Straßenprojekts durch die Grünen ist
so etwas wie die offizielle Bestätigung der besonderen Notwendigkeit
und Wichtigkeit; ein Adelstitel sozusagen, wenn es das für Straßen
gäbe.
Derzeit schießen die Grünen aus allen Rohren gegen den "Restring",
wie sie den Linzer Westring nach der Aufgabe des Nordteils auf der
Urfahrer Seite nennen. Die Munition ist im Großen und Ganzen die
gleiche wie bei früheren Straßenbauten, von der Pyhrn- und der
Innkreisautobahn über den Welser Westring bis zu Linzer
Straßenprojekten wie den Nebingerknoten, die Umfahrung Ebelsberg oder
den Anschluss Franzosenhausweg. Alles Straßen, die aus dem
oberösterreichischen und Linzer Verkehrsgeschehen nicht mehr
wegzudenken wären. Als Faustregel gilt: Je militanter die Proteste,
desto wichtiger die Straße.
Ein Beispiel ist die Pyhrnautobahn, gegen deren Bau
Berufsdemonstranten aus Wien herangekarrt worden waren, die sich auf
der Baustelle medienwirksam an Bäume und Maschinen gekettet haben.
Bis die Befürworter aufmarschiert sind - da waren die Hosen voll und
die Demonstranten über alle Berge.
Niemand sagt, dass der Straßenbau alle Verkehrsprobleme lösen kann.
Natürlich braucht es auch den Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel,
und zwar ambitionierter als jetzt. Aber die Betonung liegt auf
"auch"; ohne Straßen geht's nämlich auch nicht.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVB

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