- 07.12.2012, 09:44:02
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ÖAMTC: 3.700 angedachte Park & Ride-Plätze sind nur ein Tropfen auf dem heißen Stein
Zusätzliche Park & Ride-Anlagen außerhalb Wiens sind nur ein Teil der Lösung
Utl.: Zusätzliche Park & Ride-Anlagen außerhalb Wiens sind nur ein
Teil der Lösung =
Wien (OTS) - "Rund 3.700 zusätzliche Park & Ride-Plätze für täglich
120.000 berufsbedingt nach Wien einpendelnden Fahrzeuge sind zwar ein
Schritt in die richtige Richtung, aber in Wahrheit nicht mehr als der
berühmte 'Tropfen auf dem heißen Stein'", hält
ÖAMTC-Interessenvertreter Bernhard Wiesinger fest. In Wien stehen
damit immer noch nur etwa 8.500 Park & Ride-Stellplätze zur
Verfügung. "In Zeiten, in denen flexible Arbeitszeiten für viele
Berufsgruppen selbstverständlich sind, kommt auch den Park &
Ride-Stellplätzen an der Stadtgrenze große Bedeutung zu", erklärt
Wiesinger. "Was hilft etwa die größte und schönste Park & Ride-Anlage
in Rekawinkel, wenn ab 19.30 Uhr nur mehr ein Zug pro Stunde dorthin
fährt?" Im Augenblick hat nur jeder vierzehnte Autopendler die
Möglichkeit, sein Fahrzeug nahe einer Umsteigemöglichkeit zum
öffentlichen Nahverkehr in Wien abzustellen. "Möchte man zukünftig
nur 20 Prozent der Autopendler Park & Ride-Plätze zur Verfügung
stellen, müssten 15.500 zusätzliche Abstellmöglichkeiten in der Nähe
zu U-Bahnstationen geschaffen werden."
Es sei positiv, wenn die Landeshauptleute der beiden am meisten
betroffenen Bundesländer jetzt miteinander reden. Es fehle aus Sicht
des ÖAMTC jedoch nach wie vor ein tragfähiges Verkehrskonzept für den
Großraum Wien. Denn auch beim öffentlichen Verkehr gibt es
unbeantwortete Fragen. Beispielsweise pendeln zurzeit etwa 40.000
Personen zwischen sechs und acht Uhr morgens auf der Südbahnstrecke
nach Wien ein. Bereits jetzt stößt der öffentliche Verkehr damit auf
der Südroute während der Stoßzeiten an die Kapazitätsgrenze. "Es kann
nicht sein, dass Umsteiger künftig statt im täglichen Stau auf der
Tangente in überfüllten Zügen und U-Bahnen stehen", meint der
ÖAMTC-Interessenvertreter dazu.
Generell wird immer offensichtlicher, welche Probleme die unfaire
und undurchdachte Ausweitung der Wiener Parkpickerl-Zonen verursacht.
Auch wenn von Seiten der Landespolitik nun hektische Aktivitäten
entwickelt werden, können die beiden Landeshauptleute von Wien und
Niederösterreich die tagtäglichen Probleme tausender Pendler in den
nächsten Jahren nicht lösen.
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