• 06.12.2012, 11:26:16
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"FeierAbend" porträtiert "Ein Leben für die Kinder"

Am 8. Dezember um 19.52 Uhr in ORF 2

Utl.: Am 8. Dezember um 19.52 Uhr in ORF 2 =

Wien (OTS) - Sie hat selbst keine Kinder und ist dennoch so etwas wie
eine Mutter Hunderter Kinder: Ruth Zenkert. Gemeinsam mit dem
Jesuitenpater Georg Sporschill hat sie zahlreiche
Straßenkinderprojekte in Rumänien aufgebaut, ein Zuhause für
obdachlose Kinder und Jugendliche geschaffen, wie die
"FeierAbend"-Dokumentation "Ein Leben für die Kinder" von Maria
Magdalena Koller am Samstag, dem 8. Dezember, um 19.52 Uhr in ORF 2
zeigt. "Unser Prinzip war immer, dass wir von den Kindern lernen und
sie nicht mit unseren Ideen überfahren. Für uns ist die Sozialarbeit
kein hingebendes Opfer, sondern eine Herausforderung", beschreibt die
Religionspädagogin ihre Arbeit. Ein Konzept mit Nachhaltigkeit.
Manche Kinder aus der ersten Generation, die Ruth Zenkert aus dem
Bukarester Untergrund gezogen hat, lehren, unterrichten, erziehen
jetzt bereits selbst an den Institutionen der Concordia, dem
Hilfswerk des Jesuitenpaters und der Religionspädagogin. Derzeit baut
Ruth Zenkert gerade ein Roma-Projekt in Siebenbürgen auf: Concordia
Transilvania.

Beinahe 800 Jahre lebten die Siebenbürger Sachsen in Rumänien. Nach
der Wende 1989 sind fast alle ausgewandert. In den Slums, die sich
dort gebildet haben, hausen nun die Ärmsten der Armen: Roma-Familien
- meist ohne Wasser, ohne Strom, ohne Heizung. Ein Großteil der
Kinder sind unterernährt, können im Winter nicht einmal das Haus
verlassen, weil sie keine Schuhe besitzen. Und das alles, kaum mehr
als eine Flugstunde von Wien entfernt.

"Wir gehen dorthin, wo die Not am größten ist und wo niemand
hingeht!" - so das Credo von Ruth Zenkert und Georg Sporschill. Ruth
Zenkert ist nun seit einem Jahr in den Dörfern Nou, Rosia und Hosam
tätig. Mehr als 20 Jahre hat sie davor gemeinsam mit dem
Jesuitenpater Georg Sporschill die Straßenkinder in Bukarest betreut.
Jetzt will sie - gemeinsam mit freiwilligen Helfern und Helferinnen -
Hoffnung in den tristen Alltag der Roma bringen. Dass auch ehemalige
Bukarester Straßenkinder unter den freiwilligen Helfern sind, macht
Ruth Zenkert besonders stolz. Denn genau das ist das Ziel ihrer
Sozialarbeit: Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Bedürftigen Menschen
zur Selbstständigkeit zu verhelfen, ihr Selbstbewusstsein zu stärken,
sie dahingehend zu fördern, dass sie selbst auf eigenen Füßen stehen
können und später auch anderen zu mehr Selbstständigkeit verhelfen
können.
Sich für die Kinder einzusetzen heißt vor allem auch, sich für die
Mütter der Kinder stark zu machen. Roma-Frauen haben einen schweren
Stand in der Gesellschaft. Mit dem Projekt "Sat curat" (Das saubere
Dorf) hat Ruth Zenkert ein Projekt ins Leben gerufen, das Frauen ein
Einkommen ermöglicht. Mit dem Geld können sie wöchentlich Mehl,
Zucker, Waschpulver und vieles mehr einkaufen.

Den Kindern will Ruth Zenkert eine Ausbildung ermöglichen. Die
meisten Roma sind äußerst musikalisch. Das Talent zur Musik soll
daher zu allererst gefördert werden. In Trommelgruppen lernen die
Kinder sich auszudrücken, einen Rhythmus zu finden und aufeinander zu
hören. Für das Projekt hat die Religionspädagogin sogar Musiker aus
dem Philharmonischen Orchester Sibiu gewonnen. Regelmäßig kommen sie
in die Roma-Dörfer um den Kindern Unterricht zu geben: Saxofon,
Klarinette, Gitarre, Geige, Schlagzeug. "Die Musik heilt, beflügelt
und verbindet die Menschen in unseren Dörfern", ist Ruth Zenkert
überzeugt.

Mit dem Projekt "Concordia Transilvania" steht Ruth Zenkert aber noch
ganz am Anfang. Viel hat die engagierte Christin noch vor:
Sozialzentren sollen aufgebaut werden, mit Sanitäranlagen,
medizinischer Betreuung, Räumen für Beratung, Wärmestuben,
Ausbildungsräumen. Auch wenn der Weg bis dorthin steinig sein wird -
Ruth Zenkert weiß, dass sie damit Erfolg haben wird - schließlich
konnte sie bereits in Bukarest unzähligen Straßenkindern zu einem
besseren Leben verhelfen.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der
Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand
abrufbar.

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