Polizeigewalt bei Anti-Abschiebe-Demo auf Rossauer Lände

Mehrere junge Demonstrant_innen leicht verletzt und in Schockzustand

Wien (OTS) - Als am heutigen Mittwoch Abend rund 150 Menschen vorm Anhaltezentrum Rossauer Lände gegen die Abschiebung von sechs Flüchtlingen protestierten, ging die Polizei mit ungewohnter Gewalt gegen friedliche Demonstrierende vor. Mindestens eine Person wurde ernstlich verletzt, mehrere kamen mit einem tiefsitzenden Schock davon.

Als die Demonstrant_innen sich auf die Straße setzten, um gegen die ungerechte Abschiebung zu demonstrieren, ging die Polizei mit Schlagstöcken und Pfefferspray gegen die Schüler_innen, Flüchtlinge und Student_innen vor. "Ein solches gewaltvolles Vorgehen von der Polizei darf nicht geduldet werden. Soetwas darf in Wien nicht passieren!", so Marina Hanke, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Wien.

Diese Polizeigewalt ist eine logische Folge der immer strikteren Verschärfungen des Fremdenrechts. Besonders bitteren Nachgeschmack hinterlässt der Applaus von Polizist_innen bei Abfahrt des Abschiebetransports. Die Jugendorganisationen fordern alle an der Demonstration Beteiligten auf, Bild- und Videomaterial zu sammeln, um dieses Vorgehen zu dokumentieren und zu veröffentlichen.

"Alle Welt soll sehen, wie die Polizei in Wien Flüchtlinge behandelt", so Miriam Kaiys, Vorsitzende des Verbands Sozialistischer Student_innen Wien. "Trotz der brutalen Polizeigewalt, die wir erlebt haben, freuen wir uns sehr darüber, dass zumindest die Abschiebung von einem Flüchtling verhindert werden konnte", resümiert Laura Grossmann, Vorsitzende der Achse Kritischer Schüler_innen Wien.

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