• 05.12.2012, 15:43:46
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BZÖ-Westenthaler: "Gesamtkriminalität ist zu hoch, die Aufklärungsquoten zu gering"

BZÖ-Sicherheitssprecher fordert Kooperation von Polizei und privaten Sicherheitsfirmen

Utl.: BZÖ-Sicherheitssprecher fordert Kooperation von Polizei und
privaten Sicherheitsfirmen =

Wien (OTS) - "Die Gesamtkriminalität ist in Österreich zu hoch und
die Aufklärungsquoten zu gering. Fast jede Minute passiert ein
Verbrechen. Die Kriminalität befindet sich in Österreich auf sehr
hohem Niveau und ist noch zusätzlich um 0,8 Prozent gestiegen. Damit
kann man sagen, dass ÖVP-Innenministerin Mikl-Leitner bei ihrem im
Budget festgesetzten "Ziel", die Zahl der Verbrechen pro 100.000
Einwohnern von 7.174 auf 7.900 zu erhöhen, einen ersten "Erfolg"
erreicht hat, weil die Kriminalität jetzt schon gestiegen ist", sagte
BZÖ-Sicherheitssprecher Abg. Peter Westenthaler im Rahmen der
Parlamentsdebatte zum Sicherheitsbericht.

Westenthaler verwies auf einen Vergleich der Kriminalitätsbekämpfung
zwischen Wien und München durch den Rechnungshof. "In München
funktioniert die Verbrechensbekämpfung besser, weil die
Außendienstpräsenz der der Polizei dort 70 Prozent beträgt, in Wien
aber nur 43 Prozent. Die Gesamtaufklärungsquote in Wien von 35
Prozent ist jedenfalls eine Katastrophe."

Der BZÖ-Sicherheitssprecher kritisierte die geringe Aufklärungsquote
bei Wohnungseinbrüchen von nur 7,5 Prozent. Das Bundeskriminalamt
habe die Kriminalitätsentwicklung des Vorjahres schon im Jänner
dieses Jahres präsentiert und dort Unwahrheiten behauptet, etwa, dass
Einbrüche in bewohnte und unbewohnte Wohnungen und Einfamilienhäuser
sinken würden. "In Wahrheit sind aber nach dem vorliegenden
Sicherheitsbericht die Einbrüche in die nicht bewohnten
Einfamilienhäuser um 17,9 Prozent gestiegen. Auch die ohnehin schon
skandalös geringe Aufklärungsquote bei Einbrüchen in
Einfamilienhäuser ist weiter gefallen, aber das Bundeskriminalamt
feiert sich ab, weil mehr Täter ertappt worden sind", so
Westenthaler.

Die Innenministerin habe, was Kriminalitätsentwicklung und
Aufklärungsquote betrifft, jedenfalls enormen Handlungsbedarf. "Ich
appelliere an Mikl-Leitner, auch mit den privaten Sicherheitsdiensten
zu kooperieren, wie das auch etwa in München passiert. Es gibt in
Österreich 12.000 in 211 privaten Sicherheitsfirmen. Hier könnte man
durch eine Kooperation von Polizei und Sicherheitsfirmen tolle
Synergien besonders im Bereich der Einbruchdiebstähle finden",
betonte Westenthaler.

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