• 05.12.2012, 12:08:20
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FP-Kappel: Stadthallenbad reiht sich ein in Serie von Wiener Bauskandalen

Skandalchronik geprägt von Unprofessionalität und Vetternwirtschaft

Utl.: Skandalchronik geprägt von Unprofessionalität und
Vetternwirtschaft =

Wien (OTS/fpd) - "Die verpatzte Sanierung des Stadthallenbads reiht
sich nahtlos ein in eine Serie von Bauskandalen der Gemeinde Wien",
kritisiert die Wirtschaftssprecherin der FPÖ-Wien, LAbg. Dr. Barbara
Kappel heute anlässlich der Gemeinderatssondersitzung zum Thema
Stadthallenbad, "Der Flughafen Wien, der Pratervorplatz, der neue
Hauptbahnhof und bald auch das Krankenhaus Nord - die Wiener
Skandalchronik ist lang, geprägt von Unprofessionalität und
Vetternwirtschaft, was politisch leider ohne Konsequenzen bleibt."

Erst Ende Oktober dieses Jahres hat das Wiener Kontrollamt im Rahmen
einer Nachprüfung zur Querschnittsprüfung der Maßnahmen zur
Einhaltung der Standsicherheit und Gebrauchstauglichkeit des
Stadthallenbads maßgebliche Fehler bei Vergabe und Ablauf der
Reparaturarbeiten bestätigt. So sei zur Schadensfeststellung eine
bloße Sichtkontrolle vorgenommen worden. Ebenso sei ein Planungsbüro
mit der Bauaufsicht beauftragt worden, das keinerlei einschlägige
Expertise für die Durchführung solcher Aufsichtstätigkeiten hatte.
Außerdem war der damalige technische Direktor der Stadthalle
Geschäftsführer eines Unternehmens, an dem das beauftragte
Planungsbüro beteiligt war, berichtet Kappel weiter.

Für dieses Sanierungs-Versagen beim Stadthallenbad wurden die zwei
zuständigen Manager am Jahresende mit einer Erfolgsprämie von je
36.000 Euro abgefunden. "Auch das Auszahlen von Prämien für völliges
Managementversagen hat System in Wien, denn die Ex-Vorstände am
Flughafen Wien haben ebenfalls trotz Bauskandal noch satte Boni
eingestreift", kritisiert Kappel, "und das alles bleibt ohne
Konsequenz auf politischer Ebene. Gerade beim Flughafen Wien, wo die
Gemeinde 20 Prozent der Anteile hält und das Kontrollamt bereits
aufgezeigt hat, dass Vorstandsbestellungen im Syndikatsrat besprochen
wurden und in Bezug auf Wien auf Weisung des Wiener Finanzdirektors
erfolgte."

"Die Reihe der roten und zukünftig auch rot-grünen Bauskandale wird
leider nicht abreißen, da bei den politischen Verantwortungsträgern
keinerlei Einsicht zu erkennen ist. Wie sonst ist es erklärbar, dass
für den Bau des Krankenhauses Nord wieder kein Generalunternehmer
bestellt wurde", erklärt Kappel, "hier wird das Geld der Wiener
Steuerzahler bedenkenlos aus dem Fenster geworfen." (Schluss) hn

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