- 05.12.2012, 12:02:15
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FP-Herzog fordert sofortige Behebung der Mängel beim Check in- 3
Skylink insbesondere Senioren und Gehschwache zugänglich machen
Utl.: Skylink insbesondere Senioren und Gehschwache zugänglich
machen =
Wien (OTS/fpd) - Die Baukosten des Terminals Check in-3 - vormals
Skylink - beim Flughafen Wien liegen laut offiziellen Angaben bei 760
Millionen Euro. Zuletzt waren 840 Millionen Euro veranschlagt. Trotz
einer 13 Jahre langen Plan- und Bauzeit gibt es nach wie vor
unzählige Mängel, kritisiert der Wiener FPÖ-Landtagspräsident, Johann
Herzog im Zuge der heutigen Sondergemeinderatssitzung.
Bereits wenige Tage vor der Eröffnung traten Probleme auf. Im
Eilzugstempo verordneten die Behörden beispielsweise noch eine
zusätzliche Fluchtstiege. Ebenfalls vor dem offiziellen Startschuss
mussten sechs Kilometer Stromkabel wieder aus den Schächten gezogen
werden, weil der Weichmacher unter den Kabeln heraustropfte,
berichtet Herzog.
Derzeitige Mängel: unnötig lange Fußmärsche in "düsteren Schläuchen"
mit bis zu 680 Metern, Mangel an Gehhilfen, chaotische Leitsysteme,
viel zu enge Rolltreppen, zu wenige und schwer erreichbare Toiletten,
leerstehende Geschäfte, ungenügende Taxi-Standplätze für Wiener Taxis
und unzählige Barrieren für Behinderte in der Abflugzone, führt
Herzog weiter aus, "Die Mängel- und Beschwerdeliste beim neuen
Skylink- Check in- 3 am Wiener Flughafen ist lang."
Die Gesamtgestaltung ist ein planungsmäßiger Fehlschlag. Die Gehwege
von der S-Bahn-Station, vom Abflug sind für alle Reisenden eine
Zumutung, für Senioren, Gehschwache und Menschen mit besonderen
Bedürfnissen aber eine Qual. Endlose Gehwege, zu wenige und zu kleine
Aufzüge und nur fallweise Laufbänder, die die ewig langen Wegstrecken
nicht wirklich verkürzen.
Außerdem wurden die gebührenpflichtigen Parkplätze im Ankunftsbereich
auf 4,60 Euro für jede halbe Stunde massiv verteuert. Bei
Verspätungen von Flügen sind besonders Taxis gezwungen, massive
Kostenbelastungen in Rechnung zu stellen und auch die Wartefläche für
Wiener Taxis bei der Ankunft ist mangels Aufzügen für Rollstuhlfahrer
nicht einmal erreichbar, kritisiert Herzog.
Die von Behindertenverbänden unter Androhung von Klagen geforderten
Nachbesserungen dürften laut dem Vorstand Julian Jäger erneut "einen
einstelligen Millionenbetrag" verschlingen. Dieser sei aber angeblich
in den Gesamtkosten von 760 Millionen Euro schon inkludiert.
SP-Stadträtin Brauner ist daher als Eigentümervertreterin der
Beteiligung der Stadt Wien an der Flughafen AG aufgefordert, auf alle
möglichen Maßnahmen zu drängen, um die Mängel am Flughafen Check in-
3 möglichst kostengünstig und zeitgerecht zu beseitigen. Insbesondere
ist dafür Sorge zu tragen, dass alle Fluggäste, auch Senioren,
Behinderte und Gehschwache den Check in- 3 ohne massive
Einschränkungen benützen können, schließt Herzog. (Schluss) hn
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