• 05.12.2012, 10:14:23
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Kopf: Solidarisches Engagement für die Gesellschaft ist Gewinn an emotionalem Reichtum

ÖVP-Klubobmann für Beibehaltung von Wehrpflicht und Zivildienst

Utl.: ÖVP-Klubobmann für Beibehaltung von Wehrpflicht und
Zivildienst =

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Die Frage, ob wir unsere Landesverteidigung, die
Hilfe im Katastrophenfall oder die Unterstützung der zivilen
Hilfsorganisationen auf Basis von Wehrpflicht und Zivildienst
organisieren oder auf Basis der Verstaatlichung unserer
Bürgergesellschaft, ist eine zutiefst gesellschaftspolitische Frage,
erklärte ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf heute, Mittwoch, in der
Aktuellen Stunde im Nationalrat und kritisierte seinen SPÖ-Vorredner
Josef Cap und die SPÖ, die die Wehrpflicht als Vergeudung und
Diebstahl von Lebenszeit bezeichnen. "Das ist ein Schlag ins Gesicht
für alle, die sich ehrenamtlich engagieren und bereit sind, für
unsere Gesellschaft Verantwortung zu tragen und Zeit zur Verfügung zu
stellen", betonte Kopf.

"Solidarisches Engagement für die Gesellschaft ist kein Verlust von
Zeit, sondern ein Gewinn an emotionalem Reichtum. Wer
zivilgesellschaftliches Engagement als Diebstahl abtut, arbeitet an
der moralischen Armutsgefährdung des Landes, und das lehnen wir ab",
stellte Kopf klar.

Österreich sei ein an zivilgesellschaftlichem Engagement und
zwischenmenschlicher Solidarität reiches Land, fuhr Kopf fort. "Die
Menschen, die sich in Rettungsorganisationen, in der Pflege, in
Kultur- und Sportvereinen engagieren, fragen sich nicht ständig, was
sie für dieses Engagement bekommen. Der Dienst an der Gesellschaft im
Rahmen der Wehrpflicht - ob für Landesverteidigung, Naturkatastrophen
oder Rettungsorganisationen - basiert auf einer gesetzlichen
Verpflichtung, die den Gedanken des zivilgesellschaftlichen
Engagements unterstützt."

Es stehe außer Frage, dass der Wehrdienst reformiert gehöre,
inhaltsreicher und lehrreicher werden soll und Leerläufe beseitigt
gehören. "Aber unsere Soldaten sind da, wenn im Ausland
friedenssichernde Dienste zu leisten sind, wenn Naturkatastrophen die
Menschen heimsuchen. Unsere Zivildiener sind da, wenn die Rettung bei
Unfällen rasch zur Stelle sein muss, wenn in Sozialzentren Menschen
betreut werden müssen", sagte Kopf und wandte sich direkt an die
Bevölkerung: "Gehen Sie bitte am 20. Jänner zur Volksbefragung,
stimmen Sie für die Beibehaltung der Wehrpflicht und leisten Sie
damit einen Beitrag zur Stärkung des Solidaritätsgedankens in unserer
Gesellschaft."
(Schluss)

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