• 04.12.2012, 12:42:12
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Kaiser-Franz-Josef-Spital: Häupl/Wehsely legen Grundstein für Mutter-Kind- und OP-Zentrum

Neues Gebäude für das Preyer'sche Kinderspital, weiterer Schritt zur Umsetzung des Wiener Spitalskonzeptes

Utl.: Neues Gebäude für das Preyer'sche Kinderspital, weiterer
Schritt zur Umsetzung des Wiener Spitalskonzeptes =

Wien (OTS) - Im vergangenen Jahr feierte das Kaiser-Franz-Josef-
Spital (KFJ) seinen 120. Geburtstag. Schritt für Schritt wird es in
den kommenden Jahren nun für neue Aufgaben im Rahmen des Wiener
Spitalskonzeptes 2030 fit gemacht. Nach dem Neubau der Schule für
allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege und dem so genannten
Wirtschaftshof im Jahr 2010 legten Bürgermeister Michael Häupl und
Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely heute den Grundstein für das neue
Mutter-Kind- und OP-Zentrum.

Nach der Grundsteinlegung für das Krankenhaus Nord, die Erweiterung
der Rudolfstiftung und die Präsentation für den Neubau des
Wilhelminenspitals startet innerhalb kürzester Zeit nun ein weiteres
wichtiges Projekt. "Der Wiener Weg in wirtschaftlich schwierigen
Zeiten hat sich bewährt: Investitionen und wachstumsfördernde
Maßnahmen im Gesundheitssystem garantieren für alle Wienerinnen und
Wiener auch in Zukunft eine leistbare medizinische Versorgung auf
Spitzenniveau", betonte Bürgermeister Michael Häupl anlässlich der
Grundsteinlegung. Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely unterstrich die
Bedeutung des KFJ bei der Umsetzung des Wiener Spitalskonzeptes 2030.
"Das Kaiser-Franz-Josef-Spital ist und bleibt ein
Schwerpunktkrankenhaus und übernimmt eine wichtige
Versorgungsfunktion für diese Region Wiens. Mit moderner
Infrastruktur können so bestmögliche Versorgung und effiziente
Gesundheitsleistungen gewährleistet werden."

Die Rolle des KFJ in der Zukunft

Das Kaiser-Franz-Josef-Spital, das insbesondere für die Behandlung
der damaligen Infektionsepidemien erbaut wurde, wird künftig als
Schwerpunktkrankenhaus gemeinsam mit dem Krankenhaus Hietzing, dem
Wilhelminenspital, der Krankenanstalt Rudolfstiftung, dem
Donauspital, dem Krankenhaus Nord und dem AKH Wien die Versorgung der
WienerInnen übernehmen. Aus dem Otto-Wagner-Spital wird eine der
beiden Pulmologischen Abteilungen hierher verlagert, ein Zentrum für
Suchtkranke soll die psychiatrische Versorgung vervollständigen.

Nach dem Neubau der Schule für allgemeine Gesundheits- und
Krankenpflege und dem Teilprojekt 1, dem so genannten Wirtschaftshof,
im Jahr 2010 findet nun die Grundsteinlegung für das Teilprojekt 2,
das neue Mutter-Kind- und OP-Zentrum, statt. Die Inbetriebnahme des
Teilprojekts 2 - Mutter-Kind- und OP-Zentrum - erfolgt im Sommer
2015. Das Gebäude wird über 258 Betten verfügen. Die
Gesamtinvestitionen für das Projekt belaufen sich auf netto rund 140
Millionen Euro.

Alles unter einem Dach

Sämtliche Einrichtungen des bereits über 100 Jahre alten Gottfried
von Preyer'schen Kinderspitals übersiedeln in das Teilprojekt 2, das
nach modernsten Erkenntnissen der Kinder- und Jugendmedizin
ausgestattet wird. Das künftige Mutter-Kind- und OP-Zentrum
beherbergt aber auch Ambulanzen, Stationen und alle OP-Einrichtungen.
Sämtliche Operationen werden künftig in diesem Zentrum durchgeführt.
Diese Zentralisierung sorgt für eine Optimierung der Abläufe. "So
entfallen künftig die Wege zwischen den einzelnen Gebäuden und dem
vier Kilometer entfernten Kinderspital, was - ebenso wie die
räumliche Nähe der Ambulanzen - ein Höchstmaß an Sicherheit für die
Patientinnen und Patienten garantiert", so KAV-Generaldirektor
Wilhelm Marhold. Das Zentrum ist zudem unterirdisch mit dem
Wirtschaftshof über einen sogenannten Kollektorgang verbunden. So
erfolgt ein Großteil des Transportgeschehens unter der Erde, was
wiederum die Verkehrssituation an der Oberfläche beruhigt. Auch die
hochmoderne Rohrpost-Anlage verhilft zu mehr Effizienz: Sie verbindet
alle Ambulanzen, Stationen bzw. Organisationseinheiten des
Mutter-Kind- und OP-Zentrums miteinander und führt zusätzlich in die
Apotheke, das pathologisch-bakteriologische Institut, das
Zentralröntgen-institut und das Institut für Laboratoriumsdiagnostik.
So können zum Beispiel Blutproben ohne Umwege - und damit verbundenem
Zeitverlust - ins Labor transportiert werden. Ein weiterer Vorteil
für die PatientInnen: ein überdachter Zugang zum
Zentralröntgeninstitut.

Ausschließlich Ein- und Zwei-Bett-Zimmer

Das multifunktionale Zentrum - errichtet nach modernsten ökologischen
und energietechnischen Standards - wird sechs Ebenen umspannen und
anstelle der alten Zentralküche sowie der ehemaligen Isoliergebäude
und der einstigen Aufnahmestation entstehen. Das Erdgeschoß wird als
Ambulanz-Zentrum dienen. Im ersten Obergeschoß werden sich
beispielsweise die Kreißsäle und der zentrale OP-Bereich mit acht
interdisziplinär genutzten Operations-Sälen finden. Im zweiten,
dritten und vierten Obergeschoß befinden sich die Bettenstationen.
Das gesamte Haus ist barrierefrei und rollstuhlgerecht gestaltet und
fügt sich harmonisch in den historischen Park des
Kaiser-Franz-Josef-Spitals. "Im Mutter-Kind- und OP-Zentrum wird es
für unsere PatientInnen künftig ausschließlich Ein- und
Zwei-Bett-Zimmer geben ", freut sich die Kollegiale Führung des
Kaiser-Franz-Josef-Spitals.

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