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Ein Jahr Salon für Kunstbuch im 21er Haus

Wien (OTS) - In den frühen 1980er-Jahren definierte das Museum of Modern Art in New York zum ersten Mal das Konzept eines Museumsshops und gab damit weltweit einen Standard vor. Durch eine starke Fokussierung auf kommerzielle Interessen widmeten sich die einzelnen Institutionen seither jedoch kaum der inhaltlichen Weiterentwicklung oder Profilbildung. So ist es nicht verwunderlich, dass Museumsshops im Angebot wie in der ästhetischen Gestaltung heute scheinbar austauschbar geworden sind. Erst mit dem Umbau zahlreicher Museen im 21. Jahrhundert geriet auch der Museumsshop als Bestandteil der kuratorischen und institutionellen Praxis ins Blickfeld des Interesses.

Erster Museumsshop weltweit als künstlerische Intervention

Während der Planung des 21er Haus als neuen Standort für zeitgenössische Kunst in Österreich sollte auch ein eigener, inhaltlich spannender Ansatz für das Konzept Museumsshop gefunden werden. Ausgehend von seinem Prototypen des Salon für Kunstbuch, der sich seit 2007 im Wiener Atelier in der Mondscheingasse befindet, entwickelte der österreichische Künstler Bernhard Cella das derzeitige Erscheinungsbild des Salons und veräußerte es als Werk; als solches war es Exponat der Eröffnungsausstellung Utopie Gesamtkunstwerk. Parallel dazu konnte Cella als Kurator für Form und Inhalt gewonnen werden, um die Balance zwischen skulpturalen und prozessualen Aspekten künstlerisch zu thematisieren, die sich nicht nur an den Kriterien ablesen lassen, mit denen die Bücher sortiert und positioniert sind. Das 21er Haus ist heute der einzige Ort in Österreich, der einen vollständigen Überblick über die heimische Produktion im Kunstbereich der letzten zwei Jahre bietet.

Der Salon als Bühne des Diskurses

Gut vernetzt mit internationalen Kunstbuchverlagen und
renommierten oder auch jungen Künstlern und Kunsttheoretikern, lotet Cella das Beziehungsfeld zwischen aktueller Kunstproduktion und dem Medium Buch aus. In regelmäßigen Abständen wird der Salon auch zur Bühne für theoretische Vorträge, Buchvorstellungen und theatralische Performances. Dadurch wird der Ort zu einem lebendigen Raum, in dem gesellschaftliche Diskurse nicht nur thematisiert werden, sondern tatsächlich stattfinden können. So waren im vergangenen Jahr etwa die Macher des italienischen Architekturmagazins San Rocco, der US-amerikanische Gründer des Bureau for Open Culture, James Voorhies, Parole 2 - Phonetic Skin von Annette Stahmer aus Berlin und Marco Scotini, der Herausgeber von No Order - Art in a Postfordist Society, zu Gast. Unvergessen das Video-Tischgespräch von Bernhard Cella mit Franz West. Noch bis 2.Dezember 2012 beschäftigt sich anlässlich des Monats der Fotografie eine Installation mit dem Titel The Artist's View mit dem künstlerischen Blick auf fotografisches Material.

Start ins zweite Jahr mit hochkarätigem Programm

Am Mittwoch, 5. Dezember 2012, 19.30 Uhr lädt der Salon zur Buchpräsentation und Lesung Reisen, so sagt man, ist eine Wissenschaft. Mila Moschik liest aus Reiseberichten des 19. Jahrhunderts. Das Buch Reisen, so sagt man, ist eine Wissenschaft präsentiert seltene Dokumente österreichischer Expeditionen in nahe wie ferne Länder - von beeindruckenden Fotografien der Gletscherlandschaften des Dachsteins bis hin zu aufschlussreichen Eindrücken der berühmten Novara-Weltumsegelung durch die Kriegsmarine. Am Ende der Publikation findet sich ein neuer Beitrag der Künstlergruppe Mahony, der im Rahmen einer kunstwissenschaftlichen Reise entstanden ist.

Weiters zählen die Veranstaltung zum 80. Geburtstag von Konrad Bayer - Der Vogel singt - mit zahlreichen Ehrengästen wie Ferry Radax, Ann Cotten, Ida v. Szigethy und Ingrid Wiener am 16. Dezember ab 14 Uhr sowie die Feierlichkeiten zu 40 Jahre Grazer Autorinnen Autorenversammlung am 14. März 2013 dazu.

Weitere Informationen zu Buchinhalten und Veranstaltungen des Salons:
www.salon-fuer-kunstbuch.at

Der Salon für Kunstbuch im 21er Haus ist weltweit der erste Museumsshop, der als künstlerische Intervention geführt wird. Im Sortiment versammelt der Künstler Bernhard Cella einen vollständigen Überblick österreichischer Produktionen im Kunstbereich der letzten zwei Jahre.

Pressebilder stehen unter www.21erhaus.at/presse und www.belvedere.at/presse zur Verfügung.

Buchpräsentation und Lesung
REISEN, SO SAGT MAN, IST EINE WISSENSCHAFT

Berichte aus zahlreichen Expeditionen in bis dahin unbekannte Winkel
der Erde wurden im 19. Jahrhundert stets zu Bestsellern, ausgedehnte
Reisen und Forschungen revolutionierten die Wissenschaft. Reisen, so
sagt man, ist eine Wissenschaft versammelt eine ungewöhnliche
Auswahl an Kunstwerken, die unmittelbar mit einer der zwanzig
vorgestellten Reisen des 19. Jahrhunderts verknüpft sind. Zu jeder
dieser Reisen gibt es einen ausführlichen Aufsatz. Am Ende der
Publikation findet sich ein neuer Beitrag der Künstlergruppe Mahony,
der im Rahmen einer kunstwissenschaftlichen Reise entstanden ist.

Datum: 5.12.2012, um 19:30 Uhr

Ort:
Salon für Kunstbuch im 21er Haus Buchpräsentation und
Lesung
Arsenalstraße 1, 1030 Wien

Url: www.21erhaus.at

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