- 03.12.2012, 15:25:31
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"kreuz und quer" über "Die Papstmacher"
Außerdem am 4. Dezember: "Die Anfänger"
Utl.: Außerdem am 4. Dezember: "Die Anfänger" =
Wien (OTS) - "kreuz und quer" beschäftigt sich am Dienstag, dem 4.
Dezember 2012, um 22.30 Uhr in ORF 2 zunächst in einem Film von Peter
Beringer mit den "Papstmachern", also den einflussreichsten
Kardinälen, die selbst als "papabile" gelten. Danach stehen um 23.25
Uhr "Die Anfänger", in einem Film von Florian Kröppel, im Fokus,
konkret: drei junge Seelsorger verschiedener Konfessionen.
"Die Papstmacher", 22.30 Uhr
Dem Kardinalskollegium haftet seit jeher der Nimbus des
Geheimnisvollen, des Erhabenen und zugleich Unnahbaren an. Aus ihrem
Kreis wird der nächste Papst gewählt. Wer gilt aus jetziger Sicht als
"papabile"? Hat ein Kardinal aus einem nichteuropäischen Land Chancen
auf das Papstamt? Gibt es so etwas wie einen "Wahlkampf" im Konklave?
Die Dokumentation stellt Kardinäle vor, die aus heutiger Sicht von
Vatikan-Experten immer wieder als Favoriten für das Amt Petri genannt
werden, und stellt Kardinäle aus den verschiedenen Kontinenten vor.
Kardinäle sind der Hochadel der Kirche, ein exklusiver Kreis von rund
200 hohen Geistlichen. Kardinäle werden vom Papst eingesetzt - und
jede Ernennung ist ein kirchenpolitisches Signal. Stirbt der Papst,
wählt das Kardinalskollegium den Nachfolger. So entscheiden die
Kardinäle über den Kurs der Kirche. In den vergangenen Jahrzehnten
haben sich die Kirchenzentrale und das Kardinalskollegium deutlich
internationalisiert - das spricht für eine gesteigerte Vielfalt an
Meinungen und Ideen. Andererseits ist das Kardinalskollegium - meinen
viele - in den langen Pontifikats-Jahren von Johannes Paul II. und
Benedikt XVI. theologisch auf Linie gebracht worden. Welchen Kurs
wird die Kirche nehmen, wenn der gegenwärtige Papst abtritt oder
stirbt? Wird die Kirche sich in Zukunft "liberalisieren", oder werden
ganz andere Schwerpunkte - etwa die weltweite Mission oder die
Koexistenz mit anderen Religionen - die Kirche zwingen, noch
schärferes Profil zu zeigen?
In der Dokumentation befragt Regisseur Peter Beringer wichtige
Kardinäle aus allen Weltregionen, u. a. den Chinesen John Tong Hon,
den Honduraner Oscar Rodriguez Maradiaga, den Nigerianer John
Onaiyekan und den Mailänder Erzbischof Angelo Scola über den
zukünftigen Kurs der Kirche, zeigt die Welt, aus der sie kommen, und
damit den Hintergrund ihrer Vorstellungen und Ideen. Einige von ihnen
gelten als "papabile" - vielleicht ist ein künftiger Papst unter
ihnen. Professionelle Vatikan-Beobachter wie Andrea Tornielli und
Marco Politi sowie der Theologe Paul Zulehner sprechen über die
geheime und reale Macht der Kardinäle, erklären, in welche Richtung
die Kirche steuert, und geben eine vage Prognose, welcher der
Kardinäle aus jetziger Sicht als papabile gilt. Ob auch der Wiener
Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn als papabile eingeschätzt
wird, auch darüber hat Peter Beringer mit den Vatikan-Beobachtern
gesprochen.
"Die Anfänger", 23.25 Uhr
Es wird wohl kaum einen wichtigeren Tag im Leben des jungen Stefan
Kopp geben als jenen, an dem er zum Priester in der
römisch-katholischen Kirche geweiht wurde. Der 25-jährige Kärntner
hat alle Hürden genommen, seine Zweifel und Ängste überwunden und ist
sich nun sicher, dass er das Leben eines Priesters führen will. Was
das bedeutet? Keine Familie, kein Vermögen, dafür viel Arbeit in den
Pfarren, kaum Freizeit und ein hoher Erwartungsdruck hinsichtlich
seines moralischen Verhaltens.
Einer ähnlichen Herausforderung sieht auch Angelika Petritsch
entgegen. Obwohl die 28-Jährige nicht an den Zölibat - die
Ehelosigkeit - gebunden ist, gestaltet sich der Alltag in ihrer
Eferdinger Ausbildungspfarre um nichts arbeitsärmer. Besuche im
Altersheim, Taufgespräche und Schulunterricht sind nur die Spitze des
Eisbergs. Manchmal fühlt sie sich von der Arbeit auch überfordert,
vor allem weil sie als Anfängerin noch überall dazulernen kann und
muss. Obwohl sie erst in einem Jahr offiziell Frau Pfarrer genannt
wird, arbeitet sie schon heute auf der Kanzel und an der
seelsorgerischen Front. Dort wird sie mit den schönen Seiten des
Lebens genauso konfrontiert wie mit Krankheit und Tod. Ans Aufgeben
hat die lebenslustige Wienerin aber noch keinen Gedanken
verschwendet.
Ebenso wenig wie Zeadin und Nadire Mustafi. Das Ehepaar leitet den
muslimischen Verein im niederösterreichischen Hollabrunn. Hier hat
man vor einiger Zeit einen alten Weinkeller zu einem Gebetsraum
umfunktioniert. Aber was für ein paar Jahre gut war, kann nicht für
immer so bleiben. Vor allem nach starken Regenfällen steht der Keller
unter Wasser, weswegen das Freitagsgebet schon des Öfteren
ausgefallen ist. Nadire und Zeadin wollen nicht nur bei ihrer
Unterbringung Fortschritte erzielen. Es ist ihnen ein ausdrückliches
Anliegen, die Kommunikation mit der Bevölkerung in Hollabrunn zu
verbessern. Zwischen ihrem Studium, den Unterrichtsstunden Zeadins
und der seelsorgerischen Frauenarbeit Nadires gilt es, ihre beiden
Kinder zu versorgen und Projekte für den interreligiösen Dialog zu
starten.
"kreuz und quer" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der
Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand
abrufbar.
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