- 30.11.2012, 18:46:47
- /
- OTS0309 OTW0309
Refugee Camp Vienna: Protestierende Flüchtlinge fordern einen Stopp des Ping-Pong-Spiels
Auf der heutigen Pressekonferenz betonen die protestierenden Flüchtlinge, dass die Verlegungen in andere Bundesländer nicht dieLösung sind. Es geht um fundamentale Menschenrechte.
Utl.: Auf der heutigen Pressekonferenz betonen die protestierenden
Flüchtlinge, dass die Verlegungen in andere Bundesländer nicht
dieLösung sind. Es geht um fundamentale Menschenrechte. =
Wien (OTS) - Auf der heutigen Pressekonferenz äußerten sich
Geflüchtete aus Traiskirchen und Asylwerber_innen, die am
Protestcamps in Wien teilnehmen, zur aktuellen Situation in
Traiskirchen und den Maßnahmen der Regierung.
Innenministerin Mikl-Leitner versucht durch ein permanentes
"Ping-Pong-Spiel" zwischen Bund und Ländern von den eigentlichen
Problemen der protestierenden Flüchtlinge abzulenken.
Für die Geflüchteten haben die überfallsartige Verlegungen in andere
Bundesländer ohne auzsreichenden Informationen Verunsicherung zur
Folge und vielfach die Unterbringung in isolierten Gegenden ohne
ausreichende materielle und soziale Infrastruktur. Es gibt dort keine
Beratungsstellen, keine Sprachkurse, wenig soziale Anbindung.
"Niemand überlegt, was es heisst, in ein Bergdorf gebracht zu werden,
wo du der einzige Ausländer bist und der Bus an dir absichtlich
vorbeifährt, wenn du allein an der Haltstelle stehst."
Seit Samstag wurden 100 der protestierenden Flüchtlinge in andere
Bundesländer transferiert. Außerdem wurden am Donnerstag neun
Personen aus Traiskirchen in Schubhaft genommen. Deshalb mussten die
geplanten Redebeiträge von zwei Frauen aus dem Erstaufnahmelager
abgesagt werden, da sie sich vor einem öffentlichen Auftritt
fürchten. "Seit dem Beginn der Proteste gibt es dauernd Kontrollen
und vielen Leuten wurden ihre Asylkarten weggenommen, damit wir nicht
nach Wien fahren können."
Das Protestcamp im Sigmund-Freud-Park bleibt bestehen. Die Verlegung
in andere Bundesländer geht an den Forderungen der Flüchtlingen
vorbei. Die Regierung muss endlich auf die Stimmen der Flüchtlinge
hören, weil nur das zu einer bleibenden Verbesserung der Lage von
Asylwerber_innen führen kann.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | OHW






