- 28.11.2012, 15:19:34
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Luxus für wenige - zahlen müssen alle
Zahnärzte fordern statt der Erbringung von Luxusleistungen in den Kassenambulatorien die Aufhebung der Selbstbehalte für die zahnärztliche Grundversorgung, die alle Patienten zahlen müssen
Utl.: Zahnärzte fordern statt der Erbringung von Luxusleistungen in
den Kassenambulatorien die Aufhebung der Selbstbehalte für die
zahnärztliche Grundversorgung, die alle Patienten zahlen
müssen =
Wien (OTS) - Im 2. Sozialversicherungs-Änderungsgesetz 2012 fordert
Gesundheitsminister Stöger, dass zahnärztliche Kassenambulatorien ab
1. Jänner 2013 auch zahnmedizinische Leistungen erbringen dürfen, die
nicht im derzeitigen Kassenvertrag enthalten sind.
Er zementiert damit, dass die Bevölkerung auch in Zukunft mit
einem zahnärztlichen Kassenvertrag leben muss, der in seinen
Grundzügen auf das Jahr 1957 (!) zurückgeht.
Der Entwurf lässt die Patientenorientierung gänzlich vermissen, da
die Wohnort nahe zahnärztliche Versorgung nicht durch die
Kassenambulatorien, sondern durch die niedergelassenen ZahnärztInnen
sichergestellt wird. Kassenambulatorien sind ausschließlich in
Gunstlagen angesiedelt, während ein Großteil der Bevölkerung dieses
Privileg nicht genießt. Dass nur 5 % der Versicherten die Leistungen
der Kassenambulatorien in Anspruch nehmen, spricht für sich.
Stattdessen fordert die Österreichische Zahnärztekammer die
Berücksichtigung der Interessen von 95 % der Versicherten, die von
den Stöger'schen Plänen ausgeschlossen sind und bis heute für
Leistungen der zahnärztlichen Grundversorgung bis zu 50 %
Selbstbehalte zahlen müssen. Eine patientenorientierte
Gesundheitspolitik würde die Abschaffung der Selbstbehalte und eine
gesetzlich geregelte Bezuschussung von Leistungen für Bedürftige
umfassen. Die Idee des Gesundheitsministers verstärkt nur die
Ungerechtigkeit des bestehenden Systems und die 2-Klassen-Medizin.
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