- 27.11.2012, 13:18:25
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Buchmayr: Asyl: Beharren auf Frist schafft keine qualitätsvollen Unterkünfte
Suche nach Unterkünften läuft in Oberösterreich auf Hochtouren - Innenministerin Mikl Leitner agiert als Wahlkampfhelferin von Niederösterreichs LH Pröll
Utl.: Suche nach Unterkünften läuft in Oberösterreich auf Hochtouren
- Innenministerin Mikl Leitner agiert als Wahlkampfhelferin
von Niederösterreichs LH Pröll =
Linz (OTS) - "Die Suche nach geeigneten Asyl-Unterkünften läuft auch
in Oberösterreich auf Hochtouren und das durchaus auch erfolgreich.
Dass Innenministerin Mikl-Leitner auf der Frist beharrt und am
Freitag der sogenannte Plan B starten soll, ist kontraproduktiv,
konterkariert all diese Bemühungen und hat seinen Grund offenbar
alleinig im niederösterreichischen Wahlkampf". Mit deutlicher Kritik
reagiert die stellv. Klubobfrau und Menschenrechtssprecherin der
Grünen OÖ, LAbg. Maria Buchmayr auf die Ankündigung der
Innenministerin, mit dem anstehenden Fristenende über Notunterkünfte
für die AsylwerberInnen zu entscheiden.
Buchmayr: "Es liegt klar auf der Hand, dass der Druck in der
Asylcausa von Niederösterreichs Landeshauptmann Pröll ausgeht. Er hat
das Thema Asyl und Traiskirchen zum Wahlkampfthema auserkoren und
Parteifreundin Mikl-Leitner leistet willfährig
Wahlkampf-Unterstützung", betont Buchmayr.
Es steht außer Frage, dass die Situation in Traiskirchen entschärft
werden muss. Es steht ebenfalls außer Frage, dass die Länder ihren
Beitrag leisten und die Asylquote erfüllen müssen. "Aber im
Bewusstsein der sehr knappen Zeit jetzt im Lösungsprozess stur die
Reißleine zu ziehen, ist unsinnig. Es kann nicht sein, dass man die
Betroffenen lieber in Container und Kasernen steckt als noch etwas zu
warten, bis für alle AsylwerberInnen adäquate Unterkünfte gefunden
sind", meint Buchmayr.
"Es wird in Oberösterreich alles unternommen, um diese noch fehlenden
Unterkünfte zu finden. Politik, Zivilgesellschaft, Organisationen und
auch die Kirche ziehen hier an einem Strang", betont Buchmayr und
verweist ua auf den Appell des Pastoralrat der Diözese Linz an
Pfarren und christliche Gemeinschaften wie etwa Orden, Asylsuchende
willkommen zu heißen.
Allen Beteiligten ist klar, dass die Suche nach adäquaten
Unterkünften keine leichte Aufgabe ist und besonders die betroffenen
Gemeinden gefordert sind, aufklärend und bewusstseinsbildend
vorzugehen. "Wie das Beispiel Altmünster zeigt, sind die Gemeinden
dazu auch bereit. Bereit offen Verantwortung zu übernehmen und
Menschlichkeit zu zeigen und zu leben", betont Buchmayr.
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