- 27.11.2012, 09:46:12
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Schultes zu 50 Jahre GAP: Nachhaltige Landwirtschaft gibt es nicht zum Nulltarif
Auch in kommender Finanzperiode ausreichende finanzielle Dotierung notwendig
Utl.: Auch in kommender Finanzperiode ausreichende finanzielle
Dotierung notwendig =
Wien (OTS) - "Die Gemeinsame Agrarpolitik der EU ist rückblickend
eine europäische Erfolgsgeschichte - gerade deswegen müssen wir heute
an einer erfolgreichen Zukunft der GAP bauen. Dazu braucht es auch in
der kommenden Finanzperiode eine ausreichende finanzielle
Ausstattung." Dies erklärt Niederösterreichs LK-Präsident Hermann
Schultes zu der gestern vom Lebensministerium ausgerichteten
Festveranstaltung "50 Jahre GAP" mit Agrarkommissar Dacian Ciolos in
Perchtoldsdorf.
"Österreich ist in Europa ein Vorreiter in den Bereichen
nachhaltige ökosoziale Landwirtschaft und ländliche Entwicklung.
Unsere Bäuerinnen und Bauern beweisen in täglicher harter Arbeit,
dass unsere Form von Landwirtschaft zum Wohle aller ist: durch
hochqualitative regionale Lebensmittel, eine gepflegte
Kulturlandschaft und eine intakte Natur. Die öffentlichen Zahlungen
aus der GAP sind notwendig, damit diese vielfältigen Leistungen auch
künftig erbracht werden können. Das Verständnis für das in Österreich
'Selbstverständliche' fehlt manchen in Europa", unterstreicht
Schultes. "Kommissar Ciolos kennt unsere Ziele, bei dieser
Festveranstaltung haben wir sie erneut klar und deutlich artikuliert:
Wir wollen den vielerorts gelobten österreichischen Weg in der
Agrarpolitik und ländlichen Entwicklung weitergehen. Aber das geht
nicht mit weniger Mitteln, weder in der Ersten noch in der Zweiten
Säule", gibt Schultes zu bedenken.
Agrarpolitik ist Zukunftspolitik für Europa und Österreich
"Die Agrarpolitik ist angesichts der weltweiten Trends eine der
wesentlichen Zukunftspolitiken. Die GAP muss Antworten auf
Herausforderungen wie Welternährung, Ressourcenverknappung und
Energiewende geben. Es gibt längst keine agrarische Überproduktion
mehr - im Gegenteil. Eine Strategie für nachhaltige
Produktivitätssteigerungen ist ebenso ein Gebot der Stunde wie der
Ausbau der stofflichen Nutzung von agrarischen Rohstoffen.
Gleichzeitig bewirken Ausgleichszahlungen für benachteiligte Gebiete
die anhaltende Vitalität einer flächendeckenden Landwirtschaft auch
in Ungunstlagen", unterstreicht Schultes.
"Während die Herausforderungen für die europäische Landwirtschaft
größer werden, wird die Bereitschaft, diese ausreichend zu
finanzieren, geringer. Die 27 Staats- und Regierungschefs müssen
bedenken, dass die GAP immer ein wesentlicher Sicherheits- und
Stabilitätsfaktor für Europa war und auch künftig sein wird. Einsicht
und verantwortungsvolles Denken in der gemeinsamen Agrarpolitik
bringen uns in einem zentralen Bereich für Europa langfristige
Entwicklungsperspektiven", so Schultes.
Schultes lobt in diesem Zusammenhang die Verhandlungsstärke des
Landwirtschaftsministers: "Nikolaus Berlakovich ist hartnäckig in den
GAP-Verhandlungen. Konsequent und kontinuierlich artikuliert er
unsere österreichischen Ziele, die auch von Bundeskanzler Werner
Faymann in der Budgetverhandlung übernommen wurden. Die letzte
schwierige Etappe bis zum entscheidenden Budgetgipfel Anfang nächsten
Jahres liegt noch vor uns. Es muss uns gelingen, klar zu machen, dass
die angedrohten Kürzungen jedenfalls negative Konsequenzen hätten. Es
geht um die Perspektiven unserer Jugend und den dauerhaften Nutzen
für unsere gesamte Bevölkerung", betont der LK-Präsident.
(Schluss)
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