• 27.11.2012, 08:32:35
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ÖH Uni Wien: Zeigt eure Solidarität mit den Flüchtlingen!

Flüchtlinge im Camp neben der Universität kämpfen für ihre Rechte

Utl.: Flüchtlinge im Camp neben der Universität kämpfen für ihre
Rechte =

Wien (OTS) - Die ÖH Uni Wien ruft zur Demoteilnahme auf: Heute, am
27.11.2012 findet um 14 Uhr eine Demonstration des Flüchtlingscamps
statt. Treffpunkt ist der Haupteingang der Universität Wien.

Bei der selbstorganisierten Pressekonferenz am Montag den 26.11.2012
haben die Geflüchteten ihre Anliegen klargestellt. Es ging nicht nur
um die Bedingungen im Flüchtlingslager Traiskirchen, sondern um
grundsätzliche Änderungen im Asylgesetz, die den Flüchtlingen ihre
Rechte zurückgeben sollen.

Einerseits wird Recht auf Asyl gefordert und - falls dieses nicht
gewährt werden kann - das Löschen der Fingerabdrücke der
Betroffenen, damit diese die Möglichkeit haben, in anderen Ländern um
Asyl anzusuchen. Andererseits fordern die Migrant_innen ein Recht
auf Arbeit. "Wir wollen für uns selbst sorgen und nicht vom Staat
abhängig sein.", hieß es auf der Pressekonferenz.

Weitere Forderungen der Geflüchteten, wie ärztliche Versorgung,
genießbares Essen und rechtliche Unterstützung gehören zu den
Grundrechten des Menschen. "Der Zugang zu diesen Rechten sollte
selbstverständlich sein und auch das Menschenrecht auf Bildung
miteinschließen!" so das Vorsitzteam der ÖH Uni Wien.

"Es ist wirklich traurig, dass der österreichische Staat anscheinend
keinen Wert auf die Deckung der Grundbedürfnisse der Ärmsten legt.
Dass Menschen allein aufgrund von fehlenden Dokumenten derart
ausgegrenzt werden ist nicht akzeptabel." so das Vorsitzteam weiter.
In Bezug auf das Verhindern antirassistischer Proteste gegen die FPÖ
am selben Tag in Traiskirchen empört sich das Vorsitzteam: "Es wird
zugelassen, dass Mitglieder der FPÖ ungehindert rassistische
Äußerungen tätigen und Lügen über Asylant_innen verbreiten, während
die Menschen aus dem Lager Traiskirchen zahlreichen Diskriminierungen
ausgesetzt sind."

"Wir möchten unseren Respekt ausdrücken für die Flüchtlinge, die es
sich selbst ermöglichen, auf die Bedingungen, unter welchen sie leben
müssen aufmerksam zu machen und hoffentlich auch diese zu
verändern!", so das Vorsitzteam anschließend.

Bei der gestrigen Kundgebung des Flüchtlingslagers vor der
Universität Wien bekundeten viele Studierende ihre Solidarität mit
den Protesten und boten ihre Hilfe an. Diese Studierenden und alle
anderen solidarischen Menschen möchten wir auffordern, auch durch
Teilnahme an der heutigen Demonstration ihre Unterstützung für die
Forderungen der Flüchtlinge zu zeigen.

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