- 26.11.2012, 11:21:59
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Tourismus zieht Sommer-Bilanz
WKO Schenner: Trendwende im Sommer geschafft!
Utl.: WKO Schenner: Trendwende im Sommer geschafft!=
Wien (OTS/PWK869) - "Im Freibad ist jetzt Badeschluss", verkündet der
Obmann der Bundessparte Tourismus- und Freizeitwirtschaft in der
Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Hans Schenner, angesichts der
heute, Montag, von der Statistik Austria gemeldeten Nächtigungszahlen
für die abgelaufene Sommersaison. Besonders erfreulich für den
WKÖ-Tourismus-Sprecher ist, dass sich im Sommer die Trendwende nach
dem Rückgang 2009 hin zu mehr Wachstum abzeichnet. Alle Bundesländer
konnten im bisherigen Kalenderjahr 2012 Zuwächse erzielen. Schenner:
"Wann gab es das zuletzt?"
Bilanz-Sommertourismus
Nach vorläufigen Ergebnissen von Statistik Austria wurden für die
Sommersaison 2012 (Mai bis Oktober) 65,68 Mio. Nächtigungen gemeldet,
um 2,6 Prozent mehr als im Sommer 2011. Am anschaulichsten kann die
aktuelle Trendwende im 5-Jahres-Vergleich gezeigt werden: Wurden 2008
in der Sommersaison 62,4 Mio. Nächtigungen verzeichnet, so ging die
Zahl nach Ausbruch der Wirtschaftskrise auf 61,7 Mio. im Jahr 2009
zurück und erreichte erst 2010 mit 62,5 Mio. Nächtigungen wieder das
Niveau von 2008. Nach 2011 mit 64 Mio. Nächtigungen ist das aktuelle
Ergebnis für 2012 mit 65,68 Mio. Nächtigungen eine Bestätigung dieser
Entwicklung. "Nicht aus den Augen verlieren dürfen wir aber, dass
besonders die Städte zugelegt haben. Erfreulich, aber das Plus in
Wien können wir in den Ferienregionen nicht verzeichnen. So hat die
Bundeshauptstadt mit 1.092.000 Gästenächtigungen im Oktober und einem
Plus von 8 Prozent zum Vorjahr den besten Oktober seiner Geschichte
geschrieben", analysiert Schenner.
Rekord bei Inländernächtigungen
Positiv entwickelten sich wichtige Herkunftsmärkte wie die
Niederlande (+5,2 Prozent), die Schweiz (+2,1 Prozent), die
Tschechische Republik (+4,0 Prozent) oder Ungarn (+6,0 Prozent),
während Italien und Frankreich rückläufig waren (-4,5 bzw. -3,1
Prozent). Insbesondere Gäste aus Russland konnten mit 522.200
Übernachtungen um +17,2 Prozent zulegen. Auch wenn die Zunahme
insgesamt vor allem auf Nächtigungssteigerungen bei den ausländischen
Gästen zurückzuführen ist, die um 3,4 Prozent (oder +1,49 Mio.
Nächtigungen) auf 45,18 Mio. zulegen konnten, so stieg die Zahl der
inländischen Gästenächtigungen um 0,9 Prozent auf 20,50 Mio. und
erreichte damit einen neuen Höchstwert - im Rekordsommer des Jahres
1991 lag sie mit 18,78 Mio. noch deutlich unter der 20 Mio.-Marke, so
die Aussendung der Statistik Austria.
Kalenderjahr 2012 - Bisherige Ergebnisse
Erfreut zeigt sich der WKÖ-Tourismusobmann auch über das
Nächtigungsplus von 3,5 Prozent im Gesamtjahr 2012. Mit insgesamt
116,64 Mio. Nächtigungen konnte ein Zuwachs von 3,95 Mio.
Nächtigungen erreicht werden. Ein Plus, das ausnahmslos alle
Bundesländer verzeichnen, allen voran Wien mit + 7,6 Prozent vor
Vorarlberg (+5,9 Prozent), Salzburg (+4,8 Prozent) und Oberösterreich
(+4,0 Prozent).
Start in die Wintersaison
Gleichzeitig starten in den Skiregionen die ersten Lifte und
läuten damit die bevorstehende Wintersaison ein. "Die Buchungslage in
den Winterressorts ist derzeit zufriedenstellend.", so der
WKÖ-Tourismusobmann. "Die ersten "Ski-Openings" finden bereits statt
und dank der Beschneiungsanlagen wird es Anfang Dezember dann in den
meisten Skigebieten so richtig losgehen." Österreich hat mit einer
Abdeckung von über 70 Prozent der Pisten das weltweit dichteste Netz
an Beschneiungsanlagen. Mit Erfolg: So wurde das Skigebiet
Serfaus-Fiss-Ladis (Tirol) vor den beiden Schweizer Resorts Saas Fee
(Platz 2) und der Aletsch-Arena (3.) in einer unabhängigen
Kundenzufriedenheitsstudie von MOUNTAIN MANAGEMENT als 'Best Ski
Resort 2012' ausgezeichnet.
Österreich mit differenziertem Angebot
Die Wintersaison bedeutet aber nicht nur Skifahren in den Bergen.
Die Tourismuszahlen werden auch in den Städten und am "flachen Land"
geschrieben. "Angesichts des Booms in Wien, sowie dem Zuwachs in
Salzburg-Stadt oder Linz, können wir darauf hoffen, dass es auch hier
weiter aufwärts geht", kommentiert Schenner. Keinen "Badeschluss"
gäbe es in den Thermen-Regionen, so Schenner. Hier habe besonders das
Burgenland Erfolgsgeschichte geschrieben. Bereits 30 Prozent aller
Nächtigungen entfallen im Burgenland auf die Wintermonate. Die
Tausenden Tagestouristen sind in der Nächtigungsstatistik noch gar
nicht enthalten. Ein Beweis dafür, dass es auch ohne Skipisten geht,
ist etwa das Burgenländische "Martiniloben", wo in über 300
Winzerbetrieben der junge Wein verkostet wird. Allein die Region
Neusiedl am See, verzeichnete in der Zeit Oktober und November rund
120.000 Nächtigungen und ebenso viele Tagesgäste.
"Kulinarik" ist für Schenner ein touristisches Produkt, das in
allen Regionen Österreichs funktioniert, ebenso "Kunst und Kultur".
"Hier müssen wir noch besser werden", appelliert der
WKÖ-Tourismussprecher. Die Österreich Werbung wird hier für 2013
wieder einen Schwerpunkt setzen. Nach "Alpen" und "Wasser" ist nun
der Themenbereich "Städte und Kultur" an der Reihe.
Schenner: Tourismus-Strategie von Bundesminister Mitterlehner ist
richtiger Weg
Für die Zukunft sieht der WKÖ-Spartenobmann die Weiterführung der
Tourismus-Strategie von Bundesminister Reinhold Mitterlehner als
erfolgreichen Weg. Österreich sei klein und differenziert. Das mache
den Tourismusstandort vielfältig, sei aber auch eine Herausforderung.
"Die nationale Tourismus-Strategie von Bundesminister Mitterlehner
mit den Schwerpunkten "Alpen, Städte und Wasser" hat sich als
zielführend herausgestellt", zeigt sich Tourismusobmann Hans Schenner
abschließend zufrieden. (ES)
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