• 23.11.2012, 11:46:28
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Bundesheer - Darabos: Profi-Heer bringt mehr Qualität bei der Katastrophenhilfe

Bis zu 23.000 Profis helfen im Katastrophenfall - Zeitsoldaten halten Truppe jung und Einsatzbereitschaft hoch

Utl.: Bis zu 23.000 Profis helfen im Katastrophenfall - Zeitsoldaten
halten Truppe jung und Einsatzbereitschaft hoch=

Wien (OTS/BMLVS) - Das von Verteidigungsminister Norbert Darabos
angestrebte Profi-Heer ist für den Katastrophenfall bestens gerüstet.
"2.400 Pioniere und 11.300 Berufs- und Zeitsoldaten stehen sofort für
Schutz und Hilfe zur Verfügung. Unterstützt werden sie durch die
neue, 9.300 Mann starke Profi-Miliz. Damit sind wir auch für ein
Jahrhundertereignis gewappnet", sagte Darabos heute bei einer
gemeinsamen Pressekonferenz mit Stabschef Generalmajor Karl
Schmidseder und Brigadier Klemens Hofmeister.

In einem Profi-Heer werden sich künftig 8.500 Berufs- und 7.000
Zeitsoldaten gemeinsam mit 9.300 Soldaten der Profi-Miliz um die
Sicherheit der Bevölkerung kümmern. "Indem wir verstärkt auf
Zeitsoldaten setzen, halten wir die Truppe jung und die
Einsatzbereitschaft hoch", sagte Darabos. Darüber hinaus stehen
weitere 23.000 Soldaten der beorderten Miliz für den Notfall zur
Verfügung.

Die zivile Verwaltung würde von derzeit 8.400 auf 6.500 Stellen
reduziert. "Indem wir in der Verwaltung einsparen, schaufeln wir
Ressourcen für die Truppe frei", so Darabos. Auch durch den Wegfall
der Wehrpflicht würden sowohl Geld als auch Personal frei werden, das
bisher durch die Ausbildung von Grundwehrdienern gebunden war.
Im Bereich der Katastrophenhilfe werde man ein Qualitätsoffensive
starten, erläuterte Darabos: "Bei den Pionieren - der Speerspitze bei
der Katastrophenhilfe - ersetzen wir die Grundwehrdiener eins zu eins
durch Profis. Das bedeutet gleiche Personalstärke bei deutlich
besserer Ausbildung." Auch in der Profi-Miliz werde es einen
Pionier-Schwerpunkt geben.

Brigadier Klemens Hofmeister war in seiner damaligen Funktion als
Leiter der Gruppe Grundsatzplanung federführend mit der Ausarbeitung
des Profi-Heeres befasst. "Das Modell hat einen höheren
Professionalisierungsgrad und die Ausbildung unserer Soldatinnen und
Soldaten wird - durch längere Nutzungsdauer - deutlich ökonomischer
genutzt", erläuterte Hofmeister. Für das Ressortbudget bekomme man
auf diese Weise "die beste Sicherheitsleistung".

Generalmajor Karl Schmidseder skizzierte den Rekrutierungsbedarf für
die ersten vier Jahre nach der Umstellung: "400 Berufssoldaten, 1.300
Zeitsoldaten und 850 Soldaten für die Profi-Miliz pro Jahr, damit
sorgen wir für eine junge, einsatzbereite und reaktionsschnelle
Truppe." Sowohl für Zeitsoldaten als auch für Angehörige der
Profi-Miliz werde es ein attraktives Prämiensystem geben, etwa 5.000
Euro Anerkennungs-Prämie pro Jahr oder eine Auslandseinsatzprämie in
Höhe von 7.200 Euro im Jahr. "Speziell für unsere Zeitsoldaten, die
zwischen drei und neun Jahre bei uns bleiben werden, bieten wir
Berufsausbildung sowie Fort- und Weiterbildung, um den Übertritt ins
zivile Berufsleben zu erleichtern", so Schmidseder.

SERVICE: Unter www.bundesheer.at/profiheer stehen in Kürze alle
wichtigen Informationen zum Profi-Heer zur Verfügung.

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